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    Google in Kombination mit Double Click

    In der Wochenzeitung "Die Zeit" vom 13. März befindet sich im Wirtschaftsteil ein Artikel mit der Überschrift "Google... kennt Dich besser, als Du denkst".

    Berichtet wird darüber, dass die EU-Kommission Google erlaubt hat eine Firma namens DoubleClick zu kaufen. DoubleClick platziert Werbung (Banner, etc.) auf etlichen Websites und arbeitet angeblich für die "zehn größten Markenhersteller der Welt, dazu auch für acht der zehn größten Werbeagenturen und acht der zehn populärsten Internetseiten in den Vereinigten Staaten und in Europa" -> die Empfangsreichweite der Werbung ist also immens.
    Dies alleine wäre noch kein "Problem". Der Werbemarkt im Internet wachse rasant und erreiche derzeit ein Volumen von rund 40 Milliarden Dollar weltweit, woran Google einen Anteil von 40% (!) hat. Dieser Fakt bereite schon manchem Sorgen. Google ließe sich zwar vermeiden, aber hier komme nun DoubleClick ins Spiel: Man dürfte unbedarft annehmen, dass man von DoubleClick nur dann registriert werde anhand eines Cookies, wenn man von dieser Firma platzierte Werbung anklickt. Es soll angeblich aber so sein, dass bereits beim Laden der Web-Site, auf der sich jene Werbung befindet, ein Cookie erzeugt wird, welches registriert auf welcher Web-Site man sich aufgehalten hat.... und wenn man zu einer anderen Web-Site weitersurft, auf der sich ebenfalls wieder Werbung von DoubleClick befindet, das Cookie um jene Informationen erweitert wird, welche in die Datenbanken von DoubleClick fliessen. D.h. man hinterliesst einen regelrecht roten Faden beim Surfen (diverser Seiten) durch das Internet, der ganz offiziell abgespeichert und für Werbezwecke, etc. verwendet wird.
    Hier tritt nun Google in Kombination hinzu, die jede Suchanfrage eines Computers für zwei Jahre speichern soll. 70% aller weltweiten Suchanfragen im Internet werden derzeit über Google getätigt.
    Ziehe man den Kreis nun größer und betrachte man, dass Google auch weitere Dienste anbiete wie GMail, Picasa, Orkut (Alternative zu StudiVZ), Routenplaner, etc. so könnte man von einem jeweiligem Benutzer ein ziemlich genaues Profil über seine Vorlieben, Kaufverhalten, etc. erhalten.
    (Google biete mittlerweile angeblich über eine Tochterfirma den Service einer persönlichen Genanalyse für 1000US-$ an. )

    Datenschutzbeauftragte der einzelnen Bundesländer betrachten das ganze mehr oder weniger mit Entsetzen:"Google weiß bereits jetzt schon viel mehr über mich als irgendein Staat, der meine Festplatte durchsucht." Der Datenschutzbeauftragte der Bundesregierung gibt sich diplomatisch (Zitat aus der ZEIT):"Ein Leck ist mir nicht bekannt, und bei der Vermarktung an Dritte ist Google sehr zurückhaltend. Aber wenn sich immer mehr Daten an einem Ort sammeln, steigt einfach die Gefährdung."

    (Die EU-Kommission hat letztendlich dem Kauf zugestimmt, da sie "lediglich beurteilt, ob eine marktbeherrschende Stellung entsteht oder verstärkt wird.")

    - - - - - - - -

    Wie denkt ihr darüber? Wird im Artikel der ZEIT übertrieben und alles ist halb so wild, oder schnüffelt hier Google nicht bereits zu viel in unserer Privatssphäre herum - denn nur, weil ein Dienst kostenlos für uns angeboten wird, heisst doch nicht, dass er sich alle Freiheiten herausnehmen darf uns zu "verfolgen" unser Internetgewohnheiten und noch mehr abzuspeichern.... Hätte die EU-Kommission besser den Kauf von DoubleClick unterbinden sollen und mehr Aspekte einbeziehen sollen, wie ausschliesslich die Überprüfung einer beherrschenden Marktstellung?
    Zuletzt geändert von Kurare; 24.03.2008, 11:05. Grund: Ergänzung Zitat, Rechtschreibung ist eine schwierige Angelegenheit.

    #2
    Zu dem Artikel in der Zeit kann ich leider wenig sagen, aber als regelmäßiger Zuhörer des Computerclub 2 benutzte ich Google nur so weit ich keine Alternative dazu habe. Im Kleingedruckten halten sie sich offen, was sie mit deinen Daten anstellen (das gilt sogar für deine bei Google gespeicherten Dateien, etc.).
    Ich finde solche Firmen verdienen genauso wenig Unterstützung/Nutzung wie die allseits beliebte Firma Winzigweich alias Microsoft.

    Just my 2 Cents,

    Volker

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