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Ausnutzung des 14-Tage-Widerrufsrechts

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    Ausnutzung des 14-Tage-Widerrufsrechts

    Hallo,

    hat direkt nichts mit Macs zu tun, aber mich als ehrlichen Kunden ärgert sowas und nahe Verwandschaft aus dem Bereich "Online Handel" kann das nur aus eigener Erfahrung bestätigen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...712884,00.html

    Mich würde 'mal interessieren, gibt's hier User aus dem Bereich "Versandhandel für Elektronik/Unterhaltungsindustrie?" Wie ist dort die Situation?

    Am Ende zahlen die ehrlichen Konsumenten wohl leider die Zeche.

    Gruß,
    Sönke

    #2
    Einer meiner Bekannten ist Inhaber eines der größten Online-Shops für Fahrradartikel, das Thema hatten wir gerade letztes WE bei einer Grillwurst mit auf dem Tisch.

    Kurz: immer um die 20% Rückläufer, je nach saisonaler Schwankung auch mal mehr. Ein neures Problem ist auch, dass nach neuster EU-Rechtssprechung der Online-Händler nun auch die Kosten des Rückversands zu tragen hat, und das EU-weit. Bei den teilweise sehr geringen Margen macht der Online-Händler häufig bereits bei einer Rücksendung Verlust.

    Diese Kosten sind auch nicht mal eben auf den Preis aufzuschlagen, da der Online-Versandhandel einem Haifischbecken gleicht, bei dem sich die Händler unterbieten bis zum "Geht nicht mehr."

    Fazit: Man führt (logischerweise) eine Datenbank mit Kunden, die durch häufige Rücksendungen auffällig werden, und beliefert diese einfach nicht mehr. Offiziell treten dann halt bei diesen Kunden "Lieferschwierigkeiten" oder ähnliches auf.

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      #3
      Ich halte so ein Widerrufsrecht dennoch für sinnvoll, weil nehmen wir an jemand bestellt sich Kleidung aus dem Katalog, und diese passt nicht sollte er die Chance haben die wahre zurück zu schicken.
      Aber wenn man weiß was man bekommt z.B einen USB stick der wie angegeben 4GB groß ist kauft man ja nicht "die Katze im sack", und dort sollte dann auch davon ausgegangen werden das der Kunde genau diesen Artikel wollte, und dann sollte der Umtausch nicht so einfach möglich sein.
      Aber im Großen und ganzen sehe ich das so, ist die wahre beschädigt sollte kein Umtausch mehr möglich sein.

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        #4
        Ich kann mich noch an den Spruch erinnern, das Widerrufsrecht solle den Kunden so stellen, als würde er im Kaufhaus eine Sache prüfen können. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich eine Klobürste mit auf die Kaufhaustoilette zum Testen mitnehmen darf, und die Klamotten darf ich auch nicht 1 Tag lang tragen, um sie dann Abends wieder zurückzugeben.
        Das Gesetz ist hier leider nicht ausgewogen. Natürlich ist es OK, wenn man die Jeans, die nicht passt, sofort einpackt und wieder zurückschickt. Aber mein Bruder erzählt oft von den typischen "Disco-Shoppern", die sich unter der Woche einkleiden, das Zeug 2 Tage "auf Piste" anziehen, und dann mit dem Hinweis auf Widerrufsrecht verqualmt und voller Flecken zurückschicken. Gezahlt (und zurückgebucht) wird per PayPal per Mausklick, so dass der Händler auf dem Schaden sitzen bleibt.

        Gruß,
        Sönke

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          #5
          Einerseits und andererseits

          Das Gesetzt an sich ist schon okay; man hat sich ja was dabei gedacht und dieser Käuferschutz ist ja auch gegeben. Das es immer Armleuchter gibt, die alles mißbrauchen, ist leider nicht zu ändern. Vielen fehlt einfach jedes Unrechstbewußtsein und es herrscht die Einstelung " es trifft ja keinen Armen". Das sie wie Ladendiebe und Versicherungsbetrüger nicht die Reiche Firma, sondern die anderen Kunden beklauen, sehen diese Deppen nicht oder wollen es nicht sehen.
          Und dann wieder gemeckert, daß in D jede Kleinigkeit per Gesetz geregelt werden muß. Ja, muß ja anscheinend.
          Wie jedes Gesetz ist auch dieses nicht perfekt. Man könnte es z.B. dahingehend ändern, daß bestimmte Artikel vom Rückgaberecht ausgeschloßen sind, wenn sie benutzt wurden. Daß mir z.B. eine Klobürste nicht gefällt, weil sie anders aussieht als auf den Fotos im Netz oder im Katalog, sehe ich, wenn ich sie ausgepackt habe, dafür muß ich sie nicht benutzen.
          Bei manchen Sachen muß man halt eine Nutzungsgebühr verlangen dürfen in Höhe der Wertminderung durch die Benutzung.
          Andererseits ist es wahrscheinlich auch so, daß vieles gar nicht bestellt werden würde, wenn es nicht das Rückgaberecht gäbe.
          iMac 27" Early 2019 / iPhone 13 Pro Max / watch s4 / iPad Air 4. Gen / MacBook Air Mid 2012 / MacBook 2007

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            #6
            Ich finde die Sache mit der Datenbank gut.

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              #7
              @mdmtv:

              Gerade bei den Discoshoppern sollte doch §357 Abs 3 BGB gelten: Der Verbraucher hat Wertersatz für eine durch die bestimmungsgemäße Ingebrauchnahme der Sache entstandene Verschlechterung zu leisten. Das gilt für alles was über die Prüfung der Sache hinausgeht. Und da dürften Flecken und verqualmt auf keinen Fall mit drunter fallen. So hatte sich jedenfalls hatte sich unser Dozent für rechtliche Dinge mal geäußert.
              "What is the largest Display you ever want in a Consumer Computer? And the answer was a 15" Display running at 1024 x 768. " Steve Jobs Vorstellung des iMacs, 99

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                #8
                Ja, natürlich, Theorie und Praxis. Der Kunde bucht das Geld bei PayPal zurück und schickt die Ware. Der Händler kann sich nun überlegen, das Geld für Gutachter und Anwälte vorzustrecken, um sich wegen EUR 50,-- vor Gericht zu streiten. Das macht kein mir bekannter Händler. Der Kunde kommt auf eine Black List und das Geld wird abgeschrieben. Genau das wissen die Kunden bzw. sie sprechen sich sogar ab. Der Kunde behauptet am Ende dann noch, die Sachen wären bereits verqualmt und fleckig angekommen.
                Lippenstifte, Klobürsten, Ohrringe, wie im Artikel, das sind genau die Gegenstände, von denen bekannt ist, das deswegen niemand vor Gericht zieht.

                Gruß,
                Sönke

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                  #9
                  @ares83

                  Ja da hast du durchaus Recht. Aber was machst du wenn der Kunde dann nicht zahlt. Denn das Geld dann einzutreiben kostet Geld und Zeit.
                  Wie heißt es so schön: "Recht haben und Recht bekommen sind zweierlei"

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                    #10
                    Es kommt wohl tatsächlich vor, das einige (wenige?) Kunden, die Möglichkeiten des Fernabsatz-Wiederrufs-Rechts über Gebühr ausnutzen.

                    Das Gesetzt kommt aber nicht von ungefähr. sondern hat seinen Ursprung aus der Tatsache, das zu viele Händler Ware offeriert haben, die der Beschreibung nicht gerecht wurde; der Händler den Kunden über den Tisch ziehen wollte.

                    Richtig ist: Es leiden die Ehrlichen und Anständigen, sowohl Händler wie Kunden an Missbrauch.
                    ich bekenne mich zum lichtscheuen Gesindel... ;-)

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                      #11
                      Wenn ich bei Amazon eine CD bestelle und zu Hause die Versiegelung öffne, um einmal reinzuhören, dann erlischt damit mein Widerrufsrecht.
                      Und nun?

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                        #12
                        Nun behälst du die CD.

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                          #13
                          Man braucht doch nur mal bei Amazon reinschauen. Dort achte ich beim Kauf immer gerne auf die sogenannten "Amazon Warehouse-Deals". Dort werden Sachen, die z.B. Kundenrückläufer waren bzw. wo der Karton etwas beschädigt ist, teilweise zum Schleuderpreis rausgehauen. Da habe ich schon oft ein Schnäppchen gemacht. Hatte mal eine Nikon D90, die mit Objektiv knapp 1000.- Euro kosten sollte, dort für 799.- Euro bekommen. Das sind immerhin 20% weniger bzw. 200.- Euro, ein Haufen Geld.
                          Man kann dadurch auch sehen, was für einen Verlust die Onlinehändler durch solche Aktivitäten machen können. Ein großer Händler ala Amazon kann sich sowas vermutlich ohne große Probleme leisten, ein kleinerer Händler, der sowieso schon von der Hand in den Mund lebt nicht.

                          Wenn ich Online etwas bestelle, was auch in Ordnung ist, mir persönlich es dann aber nicht gefällt, schicke ich nicht zurück sondern versteigere es bei eBay. Auch wenn ich etwas Verlust machen sollte, so finde ich das fairer (ich schreibe den Sachverhalt natürlich in die Auktion mit rein) als einfach von meinem Rückgaberecht gebrauch zu machen.

                          Allerdings habe ich auch schon andere Dinge erlebt, wo der Artikel defekt ankam und der Online-Händler sich zuerst geweigert hatte den Artikel zurückzunehmen. Erst nach massiver Drohung die Sache einem Anwalt zu übergeben und ihn zudem der Verbraucherzentrale zu melden, führten dann zum Erfolg. Ich würde mal sagen, schwarze Schafe gibt es auf beiden Seiten.
                          + iMac 27" i7, 16 GB RAM, 2 TB HD
                          + MacBook Pro 15" 2,80 GHz C2D, 4 GB RAM, 500 GB HD, iPad 16GB, Iphone 4.0 16GB, Apple TV usw.

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                            #14
                            Der Händler macht NIE Verlust. Den gibt er schön an seine Kunden weiter.

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