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Stern Online: Warum Apple uns unheimlich werden sollte

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    Stern Online: Warum Apple uns unheimlich werden sollte

    Zum Artikel geht´s hier.
    http://www.stern.de/digital/computer...e-1549130.html

    #2
    Danke, interessant zu lesen.

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      #3
      Danke! Ich finde, es steckt viel Wahres darin...
      "Meine Defintion von Glück? Keine Termine und leicht einen sitzen."
      Harald Juhnke

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        #4
        Der Artikel ist interessant, ohne Frage. Mir ist allerdings aufgefallen, dass teilweise die Argumentationsstränge nicht passen. Da wird in der Teilüberschrift ein Thema eingeleitet und der Text geht in eine ganz andere Richtung.
        Wie es in den Medien üblich ist, wird immer wieder überspitzt formuliert und alles schwaz gemalt. Allerdings darf man die Gefahren nicht vernachlässigen, die entstehen.

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          #5
          Ich finde den Artikel gar nicht gut.

          Das ist 0815 Blabla für Menschen, die sich nur oberflächlich mit dem Thema auskennen und polemische Platzhalter einer Tendenz mögen, weil ihre Aufmerksamkeitsspanne sonst überstrapaziert wird.

          Aus dem wichtigen Thema hätte man einen sinnvolleren Artikel machen können.

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            #6
            Ein gutes Beispiel, wie der Journalismus vor die Hunde gegangen ist.

            Macht mal folgendes Experiment. Haltet nach jedem Satz des Artikels kurz inne und fragt Euch: "Wo ist der Beleg für diese Aussage?" Und zwar für jede Aussage.

            Dabei stellt man fest, dass es zwei Arten von Aussagen gibt: Jene, die altbekannte Fakten aus Apples Pressemeldungen sind. Dafür gibt es also Belege. Und jene, die den Artikel interessant machen, weil der Autor sie selbst ausgedacht hat, und in denen die eigentliche Aussage steckt. Dafür gibt es keine Belege.

            Und indem der Autor dauernd beide Arten von Aussagen abwechselt, denkt man als Leser unweigerlich, dass der ganze Artikel stimmen muss, und folglich auch die Schlussfolgerung des Autors. Aber das ist nicht zutreffend.

            "Einige Teams bei Google wollen das iPhone killen", sagt der Apple -Chef. "Einige Teams bei Google wollen uns killen." Wo ist der Beleg für dieses Zitat? Die Wahrheit ist, dass es auf MacRumors.com stand, sonst nichts.

            Er will jetzt ganz nach oben. Will mit Apple die sich abzeichnende, neue Ära des Informationszeitalters beherrschen. Will nicht mehr nur der Coolste sein, sondern die unumstrittene Nummer eins. Beleg?

            Jobs, der freundlich-geniale Herr im schwarzen Rollkragenpullover, wird langsam übermächtig. Und unheimlich. Beleg? Was genau bedeutet "übermächtig"? Das iPhone hat 2% Marktanteil. Der Mac hat 5% weltweit. Zum Vergleich: Dell hat ca. 20% weltweit. Microsoft hat 90% weltweit. Nokia hat knapp 50% weltweit.

            Für Apple ist die Wandlung vom Kultkonzern zur monopolähnlichen Machtmaschine selbst nicht ganz ungefährlich. Rhetorischer Trick. Hier wird der Begriff "monopolähnliche Machtmaschine" eingeführt, ohne ihn zu definieren oder ihn zu belegen. Apple ist von jeder Art Monopol meilenweit entfernt, und der Begriff "Machtmaschine" ist reines Geklingel.

            Mittlerweile fragen sich die Ersten: Wie böse könnte Apple werden? Beleg? Wer sind diese "Ersten"? Namen? Zitate?

            Dann folgt wieder ein rhetorischer Trick. Als Beleg, wie böse Apple werden kann, wird erzählt, dass Steve Jobs bei der letzten Keynote ohne sein sympathisches Augenzwinkern sofort zur Sache kam und verkündete, dass Apple mehr Umsatz mit mobilen Geräten macht als jeder andere.

            Ende Januar bei der Vorstellung des iPad gab Steve Jobs persönlich schon mal einen Vorgeschmack. Wie üblich zelebrierte der Großmeister im voll besetzten Yerba Buena Center in San Francisco die Produktneuheit wie eine Messe in schwarzem Rolli, Jeans und Turnschuhen.

            Früher pflegte er die mit Spannung erwartete Neuerung mit einem Augenzwinkern an den Schluss seines Auftritts zu stellen. "One more thing", da wäre noch eine Kleinigkeit. Nicht so diesmal.

            Ohne Vorgeplänkel kommt der Boss zur Sache. Das iPad sei ein "wirklich magisches und revolutionäres Produkt". Und wie selbstverständlich reklamiert er den Führungsanspruch in der Branche für Apple: "Gemessen am Umsatz sind wir der größte Hersteller mobiler Geräte weltweit", verkündet er.

            Hinter ihm auf der Leinwand erscheint das Apfel-Logo, die Signets von Nokia , Samsung und Sony verblassen.
            Dank seiner Marktmacht kann Apple der Musikindustrie die Bedingungen diktieren. Beleg? Die Wahrheit ist, dass drei der vier großen Labels ein Jahr lang die Lieferung von MP3s verweigert hat, bis Apple bei der Gestaltung des Preismodells nachgegeben hat.

            Aber in dem Artikel steht stattdessen: "Doch Apple ließ sich nicht erweichen." Beleg? Das ist einfach falsch.

            Die großen Mobilfunkbetreiber standen 2007 Schlange, um an die exklusiven Vertriebsrechte für Jobs' "Jesus-Phone" zu kommen. Beleg? Wer genau? Der größte Netzbetreiber in den USA hatte beispielsweise kein Interesse, sodass der Deal mit AT&T zustande kam. Eingen anderen Carriern waren Apples Bedingungen zu wild.

            Zeitungen auf dem iPad: "Für jede Ausgabe kassiert Apple mit." Beleg? Wie viel kassiert Apple denn? Auf der Keynote wurde eine spezielle App für die New York Times gezeigt, und kein Wort wurde über die Bezahlung der Inhalte verloren, und ob Apple überhaupt einen Cent an regelmäßigen Einnahmen hat.

            Der Computerkonzern wird so zu einem der mächtigsten Torwächter des Internets. Beleg? Ohne Apple kommt man also nicht an die Online-Ausgabe der New York Times und anderer Inhalte? Interessant. Neulich ging das noch mit jedem Browser.

            Angesichts der von Apple angestrebten Monatspauschale von 30 Dollar für jeden iPad-Nutzer dürfte das so schnell nicht zu schaffen sein. Interessant. Die Wi-Fi-Version des iPads wurde also bereits eingestellt, und alle Kunden müssen 30 Dollar pro Monat bezahlen? Das wusste ich noch nicht.

            Die Sorge ist berechtigt. Apple werde versuchen, auch den Pressezaren die Geschäftsbedingungen vorzuschreiben... Das ist echt gemein. Beim Stern-Magazin beispielsweise bestimmen die Kunden, wie die Geschäftsbestimmungen aussehen. Da kann man mal sehen, wie Apple seine Partner knebelt.

            Die Erfahrung lehrt, dass Apple seine Marktmacht gnadenlos ausspielt, sobald der Konzern die Chance dazu hat. So drängt er derzeit die Anbieter von TV-Serien auf iTunes zu Preissenkungen, um seine Geräte durch günstige Inhalte attraktiver zu machen. Beleg? Welche Anbieter genau? Welche Preise genau? Es gibt Gerüchte, dass Apple ein Pilotprojekt startet mit TV-Episoden, die 1 Dollar kosten sollen. Es liegt allein an den Rechte-Inhabern, ob sie da teilnehmen oder nicht. Niemand wird zu irgendwas gezwungen. Apples Marktmacht bei Video-Downloads ist verschwindend gering.

            Den Protest des Flash-Herstellers Adobe wischt Jobs beiseite: "Die sind faul", watscht er die Rivalen ab. Beleg? Etwa MacRumors.com?

            Der Hamburger Professor fürchtet um die Pressefreiheit, sollte die Apple-Zensur auf die Medienangebote des iPad ausgeweitet werden. Der Autor weiß nicht, was Zensur ist. Und der Hamburger Professor weiß nicht, was Pressefreiheit ist. Sicherlich nichts, worüber Steve Jobs zu entscheiden hätte.

            "Eine quasimonopolistische Vertriebsstruktur, die keinen Regeln unterworfen ist, eröffnet Missbrauchsmöglichkeiten". Beleg? Hat Apple etwa ein Monopol auf den Vertrieb von Musik, Büchern, Zeitschriften, Videos? Keineswegs. Dies sind triviale Massenmedien, die überall zu haben sind. Apple ist nur ein Anbieter unter vielen. Bei Zeitschriften und Büchern haben sie noch nicht einmal angefangen.

            Don't be evil, das Firmenmotto des Suchmaschinengiganten, sei "ein Haufen Unsinn", gibt Jobs seiner Belegschaft bei der Betriebsversammlung in Cupertino mit auf den Weg. Ob das Gleiche auch für sein eigenes Unternehmen gilt, sagt er nicht. Genauso wenig, wie der Stern seine Leser darauf hinweist, dass dieses Zitat von MacRumors abgeschrieben wurde, damit die Leser denken, es wären Fakten.
            Zuletzt geändert von Jörn; 09.03.2010, 13:25.

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              #7
              Danke Jörn, ich wollte eben was schreiben, war aber zu verärgert und habe es lieber gelassen...

              Off Topic:
              Mir kommt da gerade was zu den billigeren TV-Sendungen. Mir düngt die sind dann mit ein/zwei Werbeeinblendungen wie im TV - würg...

              Gruß
              Mirko

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                #8
                Meiner Meinung nach trifft der Artikel genau ins Schwarze und spricht damit ein Thema an, welches mir bei dem Gedanken an Apple schon lange Kopfschmerzen bereitet. Das Apple Universum verstrickt sich immer mehr zu einem geschlossenen System welches alleine von Apple diktiert wird. Alles was mit dem iPhone/iPod-Touch/iPad möglich ist, ist nur über den iTunes-Store möglich und den kontrolliert Apple streng. Ob einem der Artikel nun gefällt oder nicht ändert an dieser Tatsache nichts.

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                  #9
                  Also ich hab mit dem "geschlossenen Apple Universum" kein Problem. Ich fuehle mich geborgen, sicher und Apple nimmt mich bei fasst jedem Schritt an die Hand, wohlgemerkt wenn ich es møchte. Trotzdem habe ich NICHT das Gefuehl meine Individualitæt zu verlieren. Apple ist Service & Qualitæt wie ich sie mir von vielen anderen Hersteller auch wuenschen wuerde, welche aber ziemlich einmalig auf dem heutigen Markt sind.

                  Ich kann mich nur Jørn anschliessen. Dieser Stern Artikel ist auf dem Niveau von Bild Artikeln geschrieben. Sensationsjournalismus mit schlecht recherchierten Pseudofakten der nur auf die Leserzahl und der anti Apple Kampagne rumreitet !
                  Zuletzt geändert von Jörn; 09.03.2010, 23:11. Grund: ZITAT ENTFERNT.
                  Apple II; eMate; PB 145B, PB 150; PB 170;PB 5300cs;Newton 100 & 120; Apple Quicktake;Pismo,Clamshell; Wo ist LISA ?

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                    #10
                    Zitat: "Pikant wird diese Situation dadurch, dass Apples langjähriger Partner Google das eigentliche Ziel für den Patentstreit darstellt [...]"

                    Fakten? Das ist nichts als Gerede, kein offizielles Schreiben von Apple sagt, dass Google der Gegner ist. Irgendwelche Deutungen, womöglich noch von US-Webseiten abgeschrieben.

                    Zitat: "weil deren Android-System angeblich zahlreiche Patente von Apple verletzt."

                    Android? In keinem einzigen Satz der Anklage kommt das Wort "Android" vor. Hier kennt sich wohl der Autor nicht aus, kennt nicht den Unterschied zwischen HTC und Google.

                    Zitat: "Behindert Apple damit den gesunden Wettbewerb und schadet der Innovation?"

                    Reisserisch und ohne jede Grundlage geschrieben, wirklich der Bodensatz im deutschen Journalismus. Alles nur Vermutungen und eine billige Anti-Apple-Kampagne.

                    Wer Satire findet, darf Sie natürlich gerne behalten.

                    Gruß,
                    Sönke

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                      #11
                      Zitat von mdmtv Beitrag anzeigen
                      Wer Satire findet, darf Sie natürlich gerne behalten.
                      Mich hätte ja eine Antwort mit Tiefe entzückt ;)

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                        #12
                        Was erwartest Du denn?

                        Gruß,
                        Sönke

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                          #13
                          Gääähn.

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                            #14
                            Danke Jörn, ich sehe das ebenso. Es ist wirklich grauenvoll, wie irgendwelche Gerüchten/Vermutungen ungefiltert als Fakten präsentiert werden.

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                              #15
                              Mein Lieblingsausschnitt:
                              Die Netzbetreiber subventionierten den Verkaufspreis des iPhone und beteiligten Apple sogar noch an ihren Umsätzen. So viel Frechheit hätten sich Nokia und andere niemals leisten können.
                              Was soll man dazu noch sagen?

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