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Apple in der Kritik

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    #16
    Zitat von macneo Beitrag anzeigen
    und am liebsten jeden einzelnen Entwickler kontrollieren würde ist auch nix Neues.
    Könntest Du das mal bitte ein wenig konkretisieren? Ich bin ja erst seit 2006 dabei und lerne gerne dazu. Mit XCode und der öffentlich und kostenlos zugänglichen Dokumentation hat Apple IMHO derzeit einen Standard geschaffen, den es nirgends gibt.
    Mit dem Kauf eines Mac habe ich im Prinzip kostenlosen Zugriff auf alle Werkzeuge, die ich brauche, um exzellente Software auf dem Mac entwickeln zu können. Im Bereich der Desktop-Entwicklung fühle ich mich alles andere als von Apple kontrolliert.

    Gruß,
    Sönke

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      #17
      Ja OK, bei der Desktop Entwicklung mag das ziemlich offen zu sein. Aber grundsätzlich lässt ja Apple die leute nicht gerne an ihre Plattform ran.

      Beim den klassischen iPods ist es ja noch viel schlimmer, dort gibt es ja nur ausgewählte Firmen, die entwickeln dürfen.

      Beim iPhone/iPod touch war Apple vor einer schwierigen Entscheidung gestanden. Öffnen sie die Entwicklung ähnlich wie beim Mac und jeder kann sich von irgendwo Software herunterladen und installieren oder sie bieten einen eigenen Distributionskanal an. Das Problem ist, das Apple sehr intensiv mit den kooperierenden Mobilfunkbetreibern zusammenarbeitet und diese naturgemäß einige Ansprüche an die von ihnen verkauften Geräte haben. Man möchte nur bestimmte Software erlauben, die nicht das eigene Geschäftsmodell untergraben, ich sage nur Klingeltöne, Chat, VoIP, Musik, etc. Bei den alt eingesessenen Handyherstellern ist es ja meist so, dass der Mobilfunkbetreiber die Software brandet und womöglich auch bestimmte Funktionen nicht anbietet oder eben um bestimmte eigene Funktionen ergänzt. Das hat Apple nicht gewollt, dass da jeder Mobilfunkbetreiber anfangen konnte an der Software herumzufummeln also ist man diesen Kompromiss eingegangen. Apple kontrolliert auch im Sinne der Mobilfunkbetreiber, wie weit sich das iPhone dem Markt öffnet, welche Software installiert werden darf und welche nicht und erlaubt sich sogar das nachträgliche Sperren bestimmter bereits ausgebrachter Software, die in Ungnade gefallen ist.

      Apple begründet das natürlich mit der Sicherheit für so eine geschlossene Plattform. Man kann das Problem Viren und Trojaner besser kontrollieren. Das stimmt natürlich auch, dürfte aber, wie oben geschildert nur ein Aspekt sein.

      Mich verwundert dieses Vorgehen nicht, wenn man sich an die Zeit der "Clones" zurückerinnert. Auch dort hat Apple sehr stark die Zügel angezogen und nur ganz bestimmte Hardwarespezifikationen erlaubt und freigegeben.

      Steve Jobs und Apple waren schon immer Kontrollwütig. Man möchte alles Kontrollieren. Den Content in iTunes, die Apps beim iPhone, die Hardware überhaupt.

      Daher meine Einschätzung. Aber ich lasse mich gerne überzeugen, dass sich Apple hier geändert hätte, mein Eindruck ist das jedoch nicht. Apple und Steve, können halt nicht aus ihrer Haut

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        #18
        Kann jede Firma ein beliebiges Spiel für die Xbox rausbringen? - Nein.

        Kann jede Firma ein beliebiges Spiel für die Playstation auf den Markt werfen? - Nein.

        Kann man einfach so ein Programm für die Nintendo-Plattform vermarkten? - Nein.

        Kann man einfach so ein Handy auf den Markt bringen, welches dann mit allen Netzen funktioniert? - Nein.

        Kann man einfach so eine Software für ein Nokia-/Symbian-Handy schreiben und verbreiten? - Nein.

        ------------

        Wie sehen diese Hürden bei Apple aus?

        Kann jeder "einfach so" ein Mac-Programm schreiben und vermarkten? - Ja.

        Apple setzt mit dem iPhone und dem SDK eine recht niedrige Hürde. Die Kosten sind gering, und die Auflagen für den AppStore sind überschaubar. 70% Umsatzbeteiligung ist verglichen mit anderen Plattformen/Stores ein guter Deal.

        Einen Song im iTunes-Store gelistet zu bekommen kostet bei Dienstleistern, die sich darauf spezialisiert haben, 99 Cent pro Titel als einmalige Gebühr. Account anlegen, Titel hochladen, 99 Cents zahlen -- und Du bist im weltgrößten Musikladen vertreten.

        Um eine Windows-Software zu entwickeln, brauchst Du Microsofts Entwickler-Werkzeuge. Es gibt verschieden teure Accounts. Nur der teuerste Account bietet adäquate Werkzeuge fürs Monitoring und Debugging. Wir reden hier von mehreren tausend Dollar. Apples Mac-SDK liegt jedem Mac kostenlos bei, und zwar inklusive der angesprochenen Monitoring-Tools. Die Dokumentation ist online verfügbar und recht gut. Man kann dort sogar Objective-C lernen. Eine Menge Handbücher zu jedem nur erdenklichen Thema sind ohne Registrierung direkt einsehbar. Zwar gibt es auch bei Apple kostenpflichtige Accounts, aber man kommt auch ohne sie gut zurecht. Das sind sehr mächtige Werkzeuge und Dokus für buchstäblich jedermann, völlig gratis. Die Hürde für Einsteiger ist extrem niedrig.

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          #19
          Tschuldige macneo, aber deine/diese Argumentation ist echt einschläfernd. Sony, Nitendo, Microsoft, Asus, IBM, Acer,... JEDER Hersteller bestimmt, wie und womit ihre Produkte verkauft werden zzZzzz

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            #20
            Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
            Kann man einfach so eine Software für ein Nokia-/Symbian-Handy schreiben und verbreiten? - Nein.
            Kleine Korrektur: Ja.
            http://www.forum.nokia.com/main/reso...sdks/listings/

            Ob man das will, steht auf einem anderen Blatt.

            Gruß,
            Sönke

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              #21
              Nicht ohne Einschränkungen und Kontrolle seitens Nokia/Carrier, solange es um das Symbian OS geht. (Edit: Das habe ich einem Forum entnommen, in dem Entwickler sich über den Bürokratismus unterhielten, der mit dem Veröffentlichen von Symbian-Programmen einher geht -- es sind also keine eigenen Erfahrungen/Erkenntnisse.)

              Egal. (Mir jedenfalls.)
              Zuletzt geändert von Jörn; 22.08.2008, 19:01.

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                #22
                Äh, es ging drum, ob sich Apple verändert hat. Ich sagte nur Nein und wurde gefragt wie ich das begründe. Ich hab es nicht bewertet. Ich finde gut wie Apple das macht mit dem SDK und dem App Store.

                Wer das einschläfernd findet muss es ja nicht lesen. sowas.

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                  #23
                  Ich empfehle zu dem Thema einen interessanten Podcast den ich letztens gehört hab. war vom CCC und da ging es um Spieleentwicklung und die Rolle der iPhone Plattform. Da wird gut erklärt, das Apple alles richtig macht. Leider find ich den Link grad net.

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                    #24
                    Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
                    Nicht ohne Einschränkungen und Kontrolle seitens Nokia/Carrier, solange es um das Symbian OS geht.
                    Für Symbian-Telefone kann man nativ in C++ entwickeln oder aber sich verfügbarer Umgebungen für z.B. Java oder Python bedienen. In Sachen Offenheit steht Nokia besser da, man kann systemnaher programmieren und z.B. Dienste entwickeln, die im Hintergrund arbeiten.
                    Die Einschränkungen (Zugriff auf WLAN etc.) lassen sich mit einer Signatur der Anwendung freischalten. Diese Signatur ist an eine gültige E-Mail-Adresse gebunden und funktioniert - wie bei Apple - durch einen Automatismus. Man schickt eine App (also ein .sis-File) an Nokia per Mail, ein Roboter signiert diese und man erhält sie binnen weniger Sekunden per Mail zurück. Dieses SIS-File lässt sich dann auf jedem Handy mit kompatibler S60-Version installieren. Da es keinen App-Store gibt, schiebt man sich das SIS-File einfach per Bluetooth oder Kabel auf's Handy - wie beim iPhone oder iPod-Touch, wenn dieser für die Entwicklung mit dem SDK vorbereitet ist. Dass es trotzdem ein Riesenflop ist, dafür gibt es Gründe, die hier aber nun zu weit führen.

                    Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
                    Egal. (Mir jedenfalls.)
                    Is' Recht.

                    Gruß,
                    Sönke

                    Kommentar


                      #25
                      Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
                      Kann jede Firma ein beliebiges Spiel für die Xbox rausbringen? - Nein.
                      (...)
                      Kann jeder "einfach so" ein Mac-Programm schreiben und vermarkten? - Ja.
                      Ich finde, diese Vergleiche hinken. Sie hinken insofern, daß Apple schlichtweg (noch) nicht in der Position ist, hier genauso abzukassieren, wie die genannten Beispiele. Sie sind hingegen angewiesen auf die Entwickler, die für ihre Plattform zu entwickeln bereit sind; und dazu braucht es einen entsprechenden Anreiz.

                      Sie hinken u.a. auch, weil man die Produktionskosten eines einzelnen PS3/XBOX360-Spieles von durchschnittlich 15 Millionen US-$ nicht mit denen einer Applikation für das iPhone vergleichen kann. Und selbst dann sind 7.500€ eine geradezu lächerliche Summe für ein PS3-Entwicklungs-Kit (im Verhältnis zu den Produktionskosten gesehen).

                      Mit einer Applikation im AppStore lässt sich ein Umsatz X im Verhältnis zu den Produktionskosten X machen, die mit Deinen angegebenen Beispielen einfach nicht vergleichbar sind. Das sind zwei völlig unterschiedliche Ligen: Beim Bolzplatz zuschauen kostet nix und bei der Bundesliga schon.

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                        #26
                        Naja 15 Millionen Euro Spiele sind doch wirklich nicht an der Tagesordnung. Und wenn man für die X-Box ein kleines Spiel für deren Doenloadstore schreibt, dann bewegt sich das eher auf dem Niveau der iPhone Spiele. Und da wiederum sind 7500 Euro emens viel.

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                          #27
                          Zitat von idolum Beitrag anzeigen
                          Naja 15 Millionen Euro Spiele sind doch wirklich nicht an der Tagesordnung.
                          2005 lagen die durchschnittlichen Kosten noch bei 4 Mio. US-$. Mittlerweile sind es 15 Mio. Gewertet werden hier reguläre Verkaufsspiele; keine Mini-Download-Games. Diese Summe lässt sich aber auch mehrfach ergoogeln und oben ist bereits ein Link zu den 15 Mio. Naja, auch wurschd, selbst wenn es nur 1 Mio. wäre... vergleiche das mal mit den Produktionskosten eines Einkaufslisten-Apps oder Bier-Trink-Apps.
                          Es gibt wirklich nur wenige Apps hinter denen ein finanziell höherer Aufwand steht (bis jetzt; und ich hoffe, daß sich dies noch stark verändern wird).

                          Aber Du schreibst ja selbst, man sollte es, wenn überhaupt, eher mit den Mini-Spielen vergleichen und der Meinung kann ich mich anschließen und muss im gleichen Atemzug wieder auf vorhergehendes Argument verweisen, dass XBOX/PS3/Wii eben auch in der Position sind, entsprechende Preise für ihre Entwicklungs-Kits verlangen zu können. Unter anderem hat es den Vorteil, daß nicht ein derartiger Haufen an Müll angesammelt wird.
                          Im Schnitt kommen 30/35 Apps* zusätzlich jeden Tag in den AppStore (US) und großzügig geschätzt sind davon die Hälfte einfach "Blödel-Apps" (Gagga-Apps/schlechte Spiele/unausgereifte Applikationen). Nenne mir hier mal nur eine qualitativ wirklich schlechte Applikation aus dem PS3-Store...


                          *(ich beziehe mich bei der Zahl auf den News-Feed, der über neue iPhone-Apps informiert; mal sind es "nur" 17, dann mal 42)

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                            #28
                            Es ging um die Barrieren, die Apple errichtet, weil sie angeblich alles bestimmen wollen. Es wurde behauptet, dass diese Barrieren höher sind als anderswo.

                            Es ging nicht um die Produktionskosten eines Spiels für die Xbox im Vergleich zum iPhone. Das ist allein die Sache des Software-Entwicklers. Niemand wird daran gehindert, für 30 Millionen Dollar ein Spiel für das iPhone zu entwickeln.

                            Die Behauptung, Nintendo, Sony und Microsoft seien in einer besonderen Position, die es ihnen erlaubt, besondere Preise für ihre Entwicklungskits zu verlangen, ist bisher nicht belegt. Und selbst wenn -- entscheidend ist, welchen Preis sie dafür verlangen. Und nicht, warum sie das tun.

                            Ich habe das iPhone DSK geladen und damit etwas herumgespielt. Ich dafür keinen Pfennig bezahlt.

                            Wenn wir mal alles zusammenzählen, dass sieht es so aus, dass man zu einem erlesenen Kreis zahlungskräftiger Entwickler gehören muss, um sich den Plattformen Xbox, Playstation und Wii zu nähern, während jeder Affe mit einem Internet-Anschluss beim iPhone mitspielen kann. Soviel zu den angeblichen Barrieren.
                            Zuletzt geändert von Jörn; 23.08.2008, 12:31.

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                              #29
                              Der Link zum iPhone Spiele Thread ist http://www.mac-tv.de/Forum/showthread.php?t=1846

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                                #30
                                Hinsichtlich der Barrieren habe ich keine Einwände und stimme überein.

                                Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
                                Die Behauptung, Nintendo, Sony und Microsoft seien in einer besonderen Position, die es ihnen erlaubt, besondere Preise für ihre Entwicklungskits zu verlangen, ist bisher nicht belegt.
                                Inwiefern nicht belegt? Die Anzahl der Spiele für diese Systeme müssten doch Beweis genug sein, dass das Konzept aufgeht? (Oder wie meinst Du das?)

                                Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
                                Und selbst wenn -- entscheidend ist, welchen Preis sie dafür verlangen. Und nicht, warum sie das tun.
                                Das verstehe ich nicht Du musst ja auch immer das letzte Wort haben! Bist schlimmer wie meine Freundin! (Kannst ihre Handynummer haben.)

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