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Bill Gates rettet den Kapitalismus und die Welt

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    Bill Gates rettet den Kapitalismus und die Welt

    Bill Gates hält heute eine Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos, in der er anregt, der Kapitalismus solle verändert werden.

    Und zwar so, dass der Staat es belohne, wenn Firmen für die armen Menschen spenden.

    Die Idee mag gut sein. Es ist nicht das erste Mal, dass Bill die Welt rettet. Erst gestern meinte Frau Merkel zu Bill Gates, dass gerade die moderne Informationstechnik (das Internet) den Mauerfall möglich gemacht habe. Da haben wir's: Bill hat nicht nur den PC und das Internet erfunden, sondern hat auch den Mauerfall möglich gemacht. Jetzt rettet er den Kapitalismus.

    Ein paar Fakten:

    • Der Mauerfall war im Jahr 1989. Das Internet wurde öffentlich im Jahr 1994. Der erste Internet Explorer für Windows erschien 1995 (und konnte noch nicht mal Tabellen darstellen).

    • Es ist nicht bekannt, dass Microsoft bisher auch nur einen Dollar für die armen Länder gespendet hat.

    Bill Gates ist aus seiner privaten Tasche sehr spendabel. Das ist gut. Aber wie kam das Geld in seine Tasche? Es kam in seine Tasche als Großaktionär und Chef jener Firma, die als die gierigste und machthungrigste Firma der Welt in die Geschichte eingehen wird. Auf diese Weise konnte Bill Gates innerhalb von etwa 15 Jahren atemberaubende 100.000.000.000 Dollar auf sein Konto schaufeln.

    Und plötzlich, als hundertausendfacher Millionär, erkennt Bill, dass der Kapitalismus seiner moralischen Pflicht gegenüber der Welt nicht gerecht wird. Er fordert, dass die ganzen Firmen und Staaten umdenken sollen und Gutes tun, anstatt nur auf den Schotter zu schielen.

    Ein Wort von ihm würde genügen, um z.B. ein einziges schäbiges Prozent von Microsofts Gewinnen in die dritte Welt zu transferieren. Aber er tut es nicht. Weil er es nicht will. Wenn er es wollte, würde er es tun.

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/102370

    #2
    Genau.
    Der Bill ist schon ein fieser Typ. Auch inhaltlich.
    Die Forderung, dass der Staat Unternehmen belohnen sollte, wenn die in der dritten Welt was Gutes tun übersetzt sich nämlich so: Wenn Microsoft eine spezielle abgespeckte Windows-Version, also ne Art 3. Welt Vista, ein paar Dollar billiger in Afrika anbietet, dann will er Kompensationen vom amerikanischen Steuerzahler dafür. Und zwar dafür, dass Bills Microsoft sein Monopol weltweit etablieren kann. Dafür blutet dann der westliche Normalsteuerzahler aber sicher nicht Bill, da er sein Vermögen ja steuersparend in eine Stiftung transferiert hat.

    An und für sich kotzt mich die Attitüde des "mildtätigen Supperreichen" total an. Nicht nur dass sie sich Gesetze und die Politik kaufen und die Staaten so hinbiegen (und wir das zulassen), dass soziale Aufgaben auch im Westen immer weiter zurückgedreht werden. Sie würden auch noch gerne bestimmen, wo und wieviel soziale Kohle als milde Gabe hinfließt in Form von Spenden. Wenn das nicht superekelhaft ist, sich dabei auch noch als Gutmensch zu verkaufen, dann weiß ich nicht.
    Für die Betroffenen ist es nämlich ein wesentlicher Unterschied, ob sie einen bestimmten Rechtsanspruch auf ein bestimmtes Maß an soziale Solidarität haben oder ob man vom Goodwill von reichen Schnöseln abhängig ist.
    Was Bill meint (und auch sein Faible für Adam Smith bestätigt das), das ist eine Welt des reinen ungebremsten Kapitalismus, wo ganz wenige abschöpfen und den Gang der Dinge bestimmen und der Rest das Maul zu halten und maximal zu applaudieren hat.
    Einfach nur Pfui! diese schmierige Form von Moral.

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      #3
      Möglich, dass Microsoft gierig ist. Möglich ist auch, dass Microsoft herrliche Entwicklungen verhindert, oder zumindest verzögert hat... Ach was, vermutlich ist es Fakt. Und Microsoft ist tatsächlich *evil*.

      Aber "an Gier alles übertroffen (...), was man bisher kannte" hat Microsoft nun wirklich nicht.

      Da gibt es durchaus schlimmere Kandidaten:

      Zu Testzwecken wurde in Äthiopien einige Jahre Weizen verschenkt. Weizen der gentechnisch verändert worden war. Getestet werden sollte das Wachstum und die Anfälligkeit gegen Schädlinge und natürlich die Verträglichkeit.
      Die Bauern machten mit. Sie bekamen das Zeug ja auch umsonst. Man hat ihnen übrigens nicht gesagt, dass der Weizen noch nicht so richtig getestet wurde, und dass er keine Samen produziert. Das mit den Samen fiel auch lange Zeit nicht auf, die Bauern waren schließlich froh, dass sie keine Samen für die nächste Saat zurückhalten mussten, sie konnten alles verkaufen was sie hatten, denn es gab ja im nächsten Jahr wieder kostenlosen Nachschub.
      Als allerdings Nestle - der Konzern der den Test initiiert hatte - feststellte, dass der Weizen weltmarktreif ist, stellten sie kurzerhand die kostenlose Lieferung ein und verkauften den Bauern den Weizen zu Weltmarktpreisen... Das war übrigens so in der Zeit als die ganzen Äthiopien Witze aufkamen.

      Novartis, ein weltweit agierender Pharmakonzern, will aktuell inidischen Generika-Produzenten verbieten, preisgünstige Alternativen zu ihrem Krebsmedikament "Glivec" herzustellen. Ein Medikament gegen eine bestimmte Art der Leukämie. Ein Patient zahlt bei einer Behandlung so ungefähr 50.000 Dollar pro Jahr. Das Medikament aus Indien kostet 2100 Dollar pro Jahr. Indien hat ca. 20.000 Pharmaunternehmen, die hauptsächlich Generika herstellen und diese in die 3. Welt exportieren. Geht es nach Novartis, müssen die indischen Produzenten damit nun aufhören.

      Übrigens: Es gibt eine Vereinbarung in der WTO, die aussagt, dass eine einfache oberflächliche Veränderung des Medikamentes (die Farbe) nicht ausreicht um den nach 20 Jahren ablaufenden Patentschutz wieder herzustellen. - Für diese Vereinbarung möchte Novartis nun eine Ausnahmeregel.
      Achso, nochwas: Novartis möchte diese Ausnahme nur für eigene Medikamente, nicht für Konkurrenzprodukte.

      Ich bin jetzt wohl etwas Off-Topic geraten, aber ich glaube, das ist wichtig.

      Microsoft mag die eine oder andere Entwicklung versaut haben, aber meiner Meinung nach auf einem Niveau das noch lange nicht an wirklich gefährliche Gier rankommt.
      Sie haben zwar nur selten marktwirtschaftlich fair agiert, aber auf Kosten von Menschenleben haben sie sich nicht bereichert.

      Es macht zwar Spass über Microsoft und seine Machenschaften herzuziehen und ihnen das alles vorzuwerfen, aber ich denke es sollte ein gewisser Maßstab eingehalten werden.

      Brechreiz sollten ganz andere Dinge auslösen, denn es geht noch deutlich schlimmer.

      Entschuldigt den langen Text...


      Schöne Grüsse
      Glorion
      Schöne Grüße, Glorion
      <<- Kommentare erbeten.

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        #4
        Immer wieder gerne hei&#223; diskutiert, aber nie wirklich zu entkr&#228;ften: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24400/1.html

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          #5
          @Glorion

          Eindeutig jain!
          Es stimmt sicher, dass es explizit und vors&#228;tzlich fiesere Konzerne und Konzernchefs gibt als Bill. Doch 1. ist das kein Medizin- oder Lebensmittel-Forum und 2. sind mir die Unterschiede marginal.
          Jedenfalls angesichts der unendlichen Weite des Universums

          Begr&#252;ndung: Es letztlich um Geld bzw. deren Verteilung und damit um die Verf&#252;gungsmacht &#252;ber gesellschaftliche bis hin zu weltweiten Ressourcen.
          Ob afrikanische Bauern direkt reingelegt werden wie von den Saatgut-Herstellern oder es andere trickreiche Man&#246;ver gibt, wie man hunderte Milliarden aus der ganzen Welt scheffeln kann: Das Resultat ist das selbe: Wenige bestimmen &#252;ber Viele und was die Vielen wollen oder wie es ihnen geht, das ist Wurscht bis K&#228;se.
          Von daher: Unkontrollierter (oder so schlecht kontrollierter wie der aktuell existierende) Kapitalismus ist schlicht undemokratisch und tendiert prinzipiell zur Unterdr&#252;ckung.
          (Damit man mich nicht falsch versteht: Das landl&#228;ufige Gegenmodell, der Kommunismus, ist in meinen Augen nur eine rigide Art von Staatskapitalismus, wo noch weniger Leute noch totalit&#228;rer &#252;ber andere Menschen bestimmen. Mir geht es um Demokratie und humanistische Ideale und die h&#228;ngen eben mit der Machtstruktur, dem juristischen Gef&#252;ge und der politischen Struktur zusammen. Dass eine Firma so viel Geld scheffelt wie MS ist schon so einfach unanst&#228;ndig und geh&#246;rt verhindert - anderes aber auch. Dass Bill Gates sich als Philanthrop geriert zeigen seine Dumm- wie Schamlosigkeit. Schlie&#223;lich gibt es auch in den USA verdammt viel arme bzw. unterprivilegierte Leute und als Ausgleich mehr als f&#252;nfmal so viele Menschen im Knast wie typisch in Europa.)
          Zuletzt geändert von ; 24.01.2008, 16:40.

          Kommentar


            #6
            @all

            Mir geht es nicht darum irgendwelche Verhaltensweisen sch&#246;n zu reden.
            Wichtig ist mir nur eines: die Verh&#228;ltnism&#228;ssigkeit.

            @Tip

            Du hast nat&#252;rlich Recht wenn Du sagst, dass Geld Macht nach sich zieht. Irgendwann l&#228;uft das dann wie ein schwarzes Loch: Es wird einfach immer gr&#246;sser, w&#228;hrend es alles andere verzehrt.
            Das Bl&#246;de am Kapitalismus ist - wie Du selber sagst - die Tendenz zur Unterdr&#252;ckung. - Bill Gates ist reich geworden indem er genau das ausgenutzt hat.
            Warum macht er nicht einfach weiter? Warum investiert er nicht einfach in Waffenindustrien, der Trend auf diesem Markt sieht ganz gut aus...

            Warum gr&#252;ndet er einen Hilfsfonds, und gibt &#252;berhaupt Geld f&#252;r irgendwelche Forschung aus?

            Will er Geld verdienen? - Ich bin mir ziemlich sicher!
            K&#246;nnte er schneller Geld verdienen als mit seiner Stiftung? - Auch da bin ich sicher!

            Also: Warum macht er es? - Vorweg: ich weis es auch nicht.
            Eigentlich m&#252;sste er doch der erste sein, der losschreit wenn es darum geht jenes System zu ver&#228;ndern, das ihm geholfen hat reich zu werden.
            Stattdessen stellt er sich hin und tr&#228;gt Vorschl&#228;ge vor, wie man es m&#246;glicherweise fairer gestalten kann. - Wie gesagt: Vorschl&#228;ge.

            Und wenn man mal ganz ehrlich ist, dann gehen die sogar in die richtige Richtung.
            Niemand der von der Marktwirtschaft profitiert, wird einverstanden sein mit einer grundlegenden &#196;nderung ihrer Prinzipien. Also m&#252;ssen irgendwie jene Prinzipien ausgenutzt werden um dort, wo derzeit eher Ausbeutung auf der Tagesordnung steht Gerechtigkeit hin zu tragen. Das geht aber in unserer Marktwirtschaft nunmal nur durch finanzielle Attraktivit&#228;t. (Soweit ich weis)

            @J&#246;rn

            Grunds&#228;tzlich stimme ich Dir zu:
            Microsofts Dunstkreis ist unfassbar breit.

            Die Frage ist aber, ob Microsoft wirklich verhindert hat, dass die Menschheit zum Gl&#252;ck fand.
            Ich denke nein.

            Mein Eindruck ist eher, dass sich Microsofts Einfluss gr&#246;sstenteils auf eine Art virtuelle Wohlstandswelt bezieht.
            Sicherlich st&#246;rt es, dass wir uns mit schlechten Programmen rumschlagen m&#252;ssen.
            Aber was w&#228;re, wenn diese Programme besser w&#228;ren?

            W&#228;ren Krankenh&#228;user effektiver, wenn Microsoft fairer w&#228;re, - g&#228;be es mehr Wohlstand weltweit?
            W&#228;ren Computer billiger, so dass sie f&#252;r jeden erschwinglich w&#228;ren?
            Ich denke nicht.

            Irgendwie bleibt der Einfluss doch ziemlich begrenzt.


            Sch&#246;ne Gr&#252;sse
            Glorion
            Zuletzt geändert von Glorion; 24.01.2008, 17:52.
            Schöne Grüße, Glorion
            <<- Kommentare erbeten.

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              #7
              Zitat von Tip Beitrag anzeigen
              Genau.
              Der Bill ist schon ein fieser Typ. Auch inhaltlich.
              Die Forderung, dass der Staat Unternehmen belohnen sollte, wenn die in der dritten Welt was Gutes tun übersetzt sich nämlich so: Wenn Microsoft eine spezielle abgespeckte Windows-Version, also ne Art 3. Welt Vista, ein paar Dollar billiger in Afrika anbietet, dann will er Kompensationen vom amerikanischen Steuerzahler dafür.
              Was bringt den Leuten überhaupt ein abgespecktes Vista. Wenn die Grafikanforderungen so hoch bleiben haben die da keine Chance das auszuführen

              Kommentar


                #8
                @Glorion
                Da w&#252;rde ich Dir aber entschieden widersprechen, dass Bill Gates versucht, die Welt fairer zu gestalten. Ich behaupte, dass er das Gegenteil tut. Seine Vorschl&#228;ge laufen letztenendes auf noch mehr Ausbeutung und noch mehr Macht f&#252;r Gro&#223;konzerne hinaus. Und das sch&#228;rfste ist, dass es das auch noch im Gestus des Gutmenschen tut. Einfach nur ekelhaft das.
                Dass er sich aus dem gesch&#228;ft zur&#252;ckzieht beweist gar nichts. Ihm ist wahrscheinlich langweilig und nochmal ein paar hundert Milliarden verdienen bringt keinen Kick mehr. Er will wahrscheinlich als Gr&#246;Spaz (gr&#246;&#223;ter Spender aller Zeiten) in die Geschichte eingehen. Sch&#252;ttel...

                @Kazina
                Die Frage ist ohne Sinn, denn faktisch wird genau das angeboten. Nicht Linux. Ein Vista in 23,768 Variationen und Varianten. Die Frage nach dem Sinn kann man sich immer stellen und sie bleibt oft im Leben unbeantwortet. Intel soll auch was vom Kuchen abhaben. Nein, im Ernst: Die neue Software-Versionen m&#252;ssen rollen nicht ausschlie&#223;lich wegen besserer Technik oder sinnvoller Funktionen, sondern wegen mehr Umsatz.
                Zuletzt geändert von ; 24.01.2008, 20:52.

                Kommentar


                  #9
                  Fakt ist und bleibt, dass Bill Gates den Markt f&#252;r sein Unternehmen richtig eingesch&#228;tzt hat. Und der Erfolg kann sich sehen lassen ...
                  Meine Beiträge können ein Hauch von Ironie beinhalten! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Admin oder Moderator. :-)

                  Kommentar


                    #10
                    Auch Al Capone hat seine Chancen richtig eingesch&#228;tzt und hatte Erfolg.

                    Kommentar


                      #11
                      Zitat von J&#246;rn Beitrag anzeigen
                      Erst gestern meinte Frau Merkel zu Bill Gates, dass gerade die moderne Informationstechnik (das Internet) den Mauerfall m&#246;glich gemacht habe.
                      Naja dieses Knallgasexperiment auf zwei Beinen meinte ja auch, auf die Frage, warum man andere L&#228;nder &#252;berfallen muss, dass man Diktatoren nur durch Gewalt Einhalt gebieten kann, das h&#228;tte sie in der DDR damals selbst miterlebt. Haben wir ja alle noch im Kopf, die brennende DDR, die zerbombte Berliner Mauer.

                      Was ist schlimmer - die Leute, die diesen Unsinn von sich geben oder jene, die das glauben?


                      Glorion, ich glaube du &#252;bersch&#228;tzt, wie auch der Laie, der immer wieder die Klischees dieser Welt vorgesetzt bekommt, Bill Gates deutlich. Sein Unternehmen wurde zu Milliarden Dollar Strafen verurteilt, u.a. weil es seine Kunden gesch&#228;digt hat. Was hat Gates geleistet? Er hat (teilweise pers&#246;nlich) sein ganzen Leben lang Technologien gestohlen und stehlen lassen und diese gegen andere eingesetzt. Er hat immer den Wettbewerb gescheut und diesen verhindert, wo es nur ging.

                      "Irgendwie bleibt der Einfluss doch ziemlich begrenzt."

                      Das ist der Punkt. Er ist nur ein ganz normaler Gauner. Der gr&#246;sste (finanziell gesehen) der Weltgeschichte.


                      "Sicherlich st&#246;rt es, dass wir uns mit schlechten Programmen rumschlagen m&#252;ssen.
                      Aber was w&#228;re, wenn diese Programme besser w&#228;ren?"

                      Microsoft ist eine mehrfach verurteilte kriminelle Bande, da sind schlechte Programme noch das geringste Problem und nicht die Ebene, die hier, glaube ich, angesprochen wurde.

                      "Stattdessen stellt er sich hin und tr&#228;gt Vorschl&#228;ge vor, wie man es m&#246;glicherweise fairer gestalten kann. - Wie gesagt: Vorschl&#228;ge."

                      Das sind Phrasen, die gleiche Art fantasieloser BlaBla Visionen, die er auch auf seinen Pr&#228;sentationen losl&#228;sst. Triviales, tausendmal wiederholt. Wenn du die Zeit hast, schau dir mal an, was Gates seit 20 Jahren an Visionen von sich gibt. Seine letzte grosse war, dass elektronische Bauteile in Zukunft immer kleiner werden und verst&#228;rkt im Alltag genutzt werden. Das war nicht 1970. Das war 2007.

                      Kommentar


                        #12
                        Zitat von ronaldmac Beitrag anzeigen
                        Fakt ist und bleibt, dass Bill Gates den Markt für sein Unternehmen richtig eingeschätzt hat. Und der Erfolg kann sich sehen lassen ...
                        Fakt ist, dass sich Microsoft diese Stellung durch kriminelle Machenschaften erschlichen hat. Ein echt toller Erfolg. Und eine widerliche Weltanschauung.

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                          #13
                          Ich m&#246;chte auch den angeblichen "Erfolg" etwas relativieren. Es wird ja oft gesagt, der Erfolg gibt einer Sache recht.

                          Ein Erfolg w&#228;re es, wenn sich Bill Gates mit seinen Methoden durchgesetzt h&#228;tte (welche das auch immer waren), UND die Kunden letztlich zufrieden w&#228;ren. Dann k&#246;nnte man wenigstens sagen: "Es war nicht die feine Art, aber die Produkte sind gut und am Ende haben alle profitiert".

                          Stattdessen wird er ja gerade von seinen eigenen Kunden verw&#252;nscht. Seine Kunden sind ja in einem hohen Ma&#223; unzufrieden. Sie profitieren keineswegs. Nur er selbst profitiert. Alle anderen w&#252;nschten, es h&#228;tte sich anders entwickelt.

                          Und genau das ist das Dilemma von Bill Gates: Er ist zwar der reichste Mann der Welt und auch einer der bekanntesten Personen der Gegenwart -- aber niemand klatscht ihm Beifall. Deswegen ist es ihm wohl auch ein Bed&#252;rfnis, etwas zu tun, was Respekt verlangt. Etwa seine Spendent&#228;tigkeit oder seine Auftritte auf Weltwirtschaftsgipfeln (obwohl er von der Weltwirtschaft &#252;berhaupt keine Ahnung hat).

                          Denn Bill Gates ist im Grunde nichts weiter als eine Kuriosit&#228;t, die mal hierhin, mal dorthin eingeladen wird, um etwas Unsinn zu verzapfen. F&#252;r keins seiner Redethemen ist er ja wirklich kompetent: Er ist weder ein Wirtschaftswissenschaftler, noch ein Politiker, noch ein technischer Vision&#228;r -- er ist noch nicht einmal ein besonders bemerkenswerter Software-Experte. Er ist auch kein legend&#228;rer Gesch&#228;ftsmann, denn die Sache mit den (illegalen) Lizenzpraktiken geht auf die Kappe von Steve Ballmer.

                          Seine Kuriosit&#228;t besteht einfach darin, dass er durch eine bis dahin nicht gekannte L&#252;cke im R&#228;derwerk von Industrie und Justiz einen Dreh gefunden hat, an eine Menge Kohle zu kommen. Zwar illegal -- aber doch auf eine Weise, dass man ihm selbst nichts anhaben konnte.

                          Vergleichen wir das mit Steve Jobs. Niemand wei&#223;, wieviel Geld er genau hat, obwohl man es irgendwo nachschlagen k&#246;nnte. Aber es interessiert niemanden. Denn Steve Jobs ist fachlich interessant. Daf&#252;r wird er respektiert. Das w&#228;re selbst dann der Fall, wenn er finanziell nicht erfolgreich gewesen w&#228;re. Man klatscht ihm nicht etwa Beifall als Kuriosit&#228;t, sondern aus Respekt f&#252;r seine Leistungen, von denen ganze Industrien profitierten, und man h&#246;rt ihm zu, weil man hofft, etwas zu lernen oder etwas &#252;ber die Zukunft zu erfahren.

                          Und weil Steve Jobs den Respekt hat, den er verdient, braucht er auch nicht &#252;ber die B&#252;hne des Weltwirtschaftsforums zu stolpern oder mit Frau Merkel &#252;ber den Mauerfall zu faseln.

                          Wenn Bill Gates nun abtritt, dann wird er kein Verm&#228;chtnis hinterlassen. Er hat der Industrie nichts Neues hinzugef&#252;gt oder nichts Wichtiges erfunden. Er hat einfach die Kuh am besten gemolken. Das wissen alle, und genau das &#228;rgert ihn.

                          Kommentar


                            #14
                            J&#246;rn, ich will dich in deinem Traum ja nicht aufwecken. Aber Bill Gates kennt/kannte den Markt ganz genau und ist/war auch ein Vision&#228;r.

                            Und Steve Jobs hat eigentlich nicht viel geleistet! Ein paar Pr&#228;sentationen gehalten und den Angestellten viel Druck gemacht und sie von der Familie/Freunden ferngehalten. Er repr&#228;sentiert Apple und stellt die coolen Produkte vor. Aber die Ideen und Entwicklungen stammen sicher nicht von Steve Jobs selbst.

                            Aber egal, jeder soll SEIN gew&#252;nschtes Produkt kaufen ...

                            (Man bin ich lebensm&#252;de, das in einem Mac-Forum zu schreiben ...)
                            Meine Beiträge können ein Hauch von Ironie beinhalten! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Admin oder Moderator. :-)

                            Kommentar


                              #15
                              @ronaldmac

                              Stimmt. Wie ein Duell bei Macianern aussieht, das kannst Du ja an anderer Stelle nachlesen

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