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Apple filtert iCloud-Uploads mit iOS 15

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  • Jörn
    antwortet
    Zitat von woreich Beitrag anzeigen
    Das ist kein Wettbewerb.
    Das ist sachlich falsch. Es ist ein Wettbewerb. Es geht in dem Artikel darum, dass ein Preis gestiftet wurde für Erfinder oder Firmen. Wörtlich heißt es in dem Text:
    "Today I am launching a new Safety Tech Challenge Fund. We will award five organisations from around the world up to £85,000 each to develop innovative technology to keep children safe in environments such as online messaging platforms with end-to-end encryption. Applications open today, with a deadline of 6 October. The Fund will run for five months from November 2021. Technologies will be evaluated by independent academic experts."

    "Challenge" = "Wettbewerb"

    Du sagst, es sei kein Wettbewerb. Aber in dem Text steht, es ist ein Wettbewerb mit einem Preisgeld von 85.000 Pfund.


    Zitat von woreich Beitrag anzeigen
    Durch lokale Unterbringung dieser Software ist es möglich, Speicherinhalte auszulesen, die bei der Bearbeitung im Klartext vorliegen.
    Jede Software kann lokale Speicher auslesen. Es ist nicht wahr, dass es bisher nicht möglich gewesen wäre, lokale Speicherinhalte auszulesen.

    Wahr ist, dass Apple es in den letzten Jahren massiv erschwert hat, dass Apps einen so simplen Zugriff auf alle Daten haben. Deswegen werden wir seit einiger Zeit laufend gefragt, ob wir einer App den Zugriff auf diese oder jene Daten erlauben.

    Wahr ist außerdem, dass alle Upload-Apps von größeren Diensten (z.B. von Youtube oder Flickr) prüfen, was hochgeladen wird. Und zwar auch vor dem Upload und lokal auf dem Gerät. Unwahr ist, dass Apple dies plötzlich erfunden hätte, und dass alle anderen Dienste ungeprüfte Uploads erlauben würden.


    Zitat von woreich Beitrag anzeigen
    Alle nassfeuchten Träume sämtlicher neugieriger Behörden und Dienste weltweit werden wahr, müssen Sie doch noch nur noch durchblicken lassen: "Überwachung freigeben, sonst nix Business hier und Du Knast". Passende Gesetze hierfür gibt es in den USA und anderswo zur Genüge.
    Fake News? Mir ist nämlich kein Gesetz in den USA bekannt, welches Apple anweisen würde, eine "Überwachung freizugeben". Du behauptest, es gäbe solche Gesetze in den USA bereits zur Genüge. Bitte nenne sie mir.

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  • woreich
    antwortet
    Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
    Sondern es ist einfach ein Wettbewerb für Firmen und Erfinder, wie man trotz (!!!!) Verschlüsselung eine Verbesserung des Kinderschutzes erreichen könnte. Teil des Wettbewerbs besteht also darin, die Verschlüsselung aufrecht (!) zu erhalten.
    Das ist kein Wettbewerb. Der Mechanismus und Ort zur Einsichtnahme in Dokumente lokal auf einem Rechner/Smartphone wird von Schadsoftware (illegal) und Polizeisoftware (legal) schon lange genutzt. Der Unterschied zu Apples Ansatz ist, dass es sich bisher um extra installierte (und versteckte) Software gehandelt hat, die im günstigsten Fall durch richterliche Anordnung auf Grund eines Tat- oder Anfangsverdachts angewandt wurde. Für Trojaner etc. gilt dies natürlich nicht.
    Durch lokale Unterbringung dieser Software ist es möglich, Speicherinhalte auszulesen, die bei der Bearbeitung im Klartext vorliegen. Anschließend sind sie wieder verschlüsselt gespeichert und bei ernsthafter Anwendung des Verschlüsselungsverfahren absolut unabhängig von irgendwelchen Verschlüsselungsdiensten von z.B. Cloudanbietern und damit nicht mehr lesbar.

    Und nun maßt sich Apple an, genau so einen Mechanismus als Systembestandteil zur anlasslosen Überwachung von Inhalten seiner Nutzer lokal zu implementieren. Gut, dass das nur mit alten Kinderpornos funktioniert, betonen die Vorsitzenden, präsentieren leutselig bunte Grafiken und beteuern hehre Absichten. Es gilt, das Geschäftsmodell nicht selbst zu stören.

    Alle nassfeuchten Träume sämtlicher neugieriger Behörden und Dienste weltweit werden wahr, müssen Sie doch noch nur noch durchblicken lassen: "Überwachung freigeben, sonst nix Business hier und Du Knast". Passende Gesetze hierfür gibt es in den USA und anderswo zur Genüge.

    Sobald dieser Mechanismus läuft, ist es mit jedweder Privacy, ob lokal, in der Cloud, via VPN, TOR usw. restlos vorbei. Es wird dann völlig egal sein, ob da noch was auf lokalen Speichern verschlüsselt wird oder nicht.

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  • Neo
    antwortet
    Die Mauer ... da muss ich doch gleich wieder an Pispers denken, hier ab Minute 8:
    https://youtu.be/CMdWSG62Sro

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  • Jörn
    antwortet
    Ist das nicht die Art und Weise, wie Missinformation auf Twitter verbreitet wird? Man postet einen Link (den niemand lesen oder allenfalls überfliegen wird), fügt eine geheimnisvoll-verschwörerische Zeile hinzu, und spekuliert darauf, dass der Leser die gewünschten Schlüsse ziehen wird.

    Die Behauptung, die staatlichen Forderungen würden schon losgehen, ist Fake-News. Weder gibt es eine staatliche "Forderung" aus England, noch gab es von dort eine Forderung speziell an Apple.

    In dem Artikel geht es in keiner Silbe darum, dass irgendein Staat bei Apple angeklopft hätte, um von Apple irgendwelche Informationen oder Zugänge zu erhalten.

    Sondern es ist einfach ein Wettbewerb für Firmen und Erfinder, wie man trotz (!!!!) Verschlüsselung eine Verbesserung des Kinderschutzes erreichen könnte. Teil des Wettbewerbs besteht also darin, die Verschlüsselung aufrecht (!) zu erhalten.

    Die Analogie mit dem Mauerbau ist genau das Gegenteil dessen, was tatsächlich bei Apple passiert ist. Apple hat keineswegs die Leute mit falschen Dementis in die Irre geführt. Sondern Apple hat im Detail dargelegt, was sie vorhaben. Sie haben es keineswegs abgestritten oder vertuscht. Apple hat zudem Möglichkeiten zur Prüfung durch Dritte geschaffen.
    Zuletzt geändert von Jörn; 15.10.2021, 19:57.

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  • cordcam
    antwortet
    Ulbricht 1961: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!“

    Jörn 1985 in Berlin: „Da ist keine Mauer! Es wurde fest zugesagt, dass keine Mauer errichtet wird!“

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  • Jörn
    antwortet
    Niemand hat eine Forderung an Apple gestellt, sondern es wurde ein Preisgeld von 85.000 Pfund ausgelobt für Firmen, die neue Lösungen entwickeln. Apple ist kein Teilnehmer dieses Wettbewerbs.

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  • cordcam
    antwortet
    Die staatlichen Forderungen gehen schon los…..

    https://9to5mac.com/2021/09/09/csam-...pted-messages/

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  • mkummer
    antwortet
    Mittlerweile amtlich: iOS 15 erhält im Release den Scan NICHT.

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  • Jörn
    antwortet
    Gut so.

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  • Neo
    antwortet
    Sachen gibts.

    Ich hatte just heute Mittag noch diesen Artikel gelesen: https://netzpolitik.org/2021/edward-...rieg-erklaert/

    ... in dem Snowden auf Twitter, gerichtet an Tim Cook, zitiert wird:

    "Verzögere’ die Markteinführung. Schieb’s auf neue Studien. Lass es klammheimlich verschwinden"

    Dort auch die Ergänzung zur heutigen Verkündung: https://netzpolitik.org/2021/nach-pr...n-auf-iphones/

    Man darf gespannt sein, wie das künftig gelöst werden soll ...

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  • woreich
    antwortet
    Bei MTN kam eben eine Meldung, dass Apple diese Funktion erstmal nicht einführt.

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  • woreich
    antwortet
    Das ist die "Krux". Funktioniert alles wunderbar (kleine Ausfälle wie eben iCloud-Mail) inklusive. Ist in weiten Teilen kostenlos oder sehr preisgünstig und bei der Applehardware eingepreist.

    Was ich allerdings selbst seit vielen Jahren nebenher nutze, ist Nextcloud. Mittlerweile läuft das recht gut, ist plattformunabhängig und man kann eigene Instanzen hosten, lokal oder im Internet. Fido, TOTP, Verschlüsselung, Office, Kalender, Bilder, Musik, Zeitplanung, Projekte...fast alles, was man so braucht.

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  • Jörn
    antwortet
    Zitat von woreich Beitrag anzeigen
    Sicher. Letztlich ist alles eine Frage des Vertrauens.
    Ja. Zusätzlich bietet Apple den Sicherheitsexperten die Möglichkeit, das System zu überprüfen. Dazu bekommen solche Institute einen besonderen Zugang. Diesen Zugang gibt es schon sehr lange, d.h. es ist ein bereits erprobtes und anerkanntes Verfahren.

    Zitat von woreich Beitrag anzeigen
    Vielleicht macht es ja doch Sinn, sich ein googlebefreites Android oder Linux anzusehen.
    Dann bräuchte man nur noch einen Cloud-Dienst, der ungeprüfte Uploads erlaubt. Sicherlich gibt es sowas. Es wird aber vermutlich nicht nahtlos in Apps integriert sein, die Du gerne nutzen möchtest. Ob's das alles wert ist?

    Ich nutze gerne verschiedene Googe-Dienste und verschiedene Apple-Dienste, weil sie sehr gut sind. Der Preis dafür ist, dass ich nicht jeden Mist auf die Server laden darf, und das wird bei Apple auf eine extrem anonymisierte Weise geprüft, on-device. Für mich ist das der bessere Deal.

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  • cordcam
    antwortet
    Aus welchen beiden Ländern kommen eigentlich die Datenbanken?

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  • woreich
    antwortet
    Sicher. Letztlich ist alles eine Frage des Vertrauens.

    Kann ich den Filter nach KiPo (von mir können alle diese Leute im Orkus verschwinden) selbstbestimmt ausschalten? Nein. Natürlich nicht. Wäre dann ja sinnlos. Kann ich stattdessen etwas anderes einsetzen? Klar. Was wiederum lediglich dafür sorgt, dass Apple keine Angst haben muss, dass altbekannte Bilder auf seinen Servern landen. Darum geht es zunächst mal. Die potentiell weitere Verwendung des nun implementierten Mechanismus bleibt abzuwarten.

    Ich sehe auch, dass auf Grund u.a. verbesserter Transportverschlüsselung mit Zertifikatpinning und anderen Maßnahmen der Einblick in die Datenströme erschwert ist. Wenn ich meine Daten außerhalb von iOS/Macos verschlüssele, kann gar nichts verglichen werden. Irgendwann wird - wie man es von MS schon gehört haben will - die Speicherung derartiger Dateien eben ganz unterbunden. Quellen-TKÜ IST die Methode der Wahl. Nur ob diese legitim und richterlich angewandt wird oder auf Grund der Marktmacht eines Anbieters, das muss wirklich diskutiert und gewürdigt werden.

    Wie schon früher geschrieben, verstehe ich Apple nicht. Ja der Zeitpunkt ist natürlich günstig gewählt. Bis zur Einführung von iOS15 und den neuen Geräten wird das alles in den wunderbaren neuen Features untergehen und in Vergessenheit geraten. Wer oder was hat Apple gezwungen, einen derartigen Mechanismus einzubauen? Die Bemühungen, selbst netzneutrale Dienstleister in die Verantwortung für Straftaten gänzlich anderer Leute einzubeziehen? Letztes Beispiel dafür ist Sony/Quad9.

    Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, einen sachlichen Beitrag zum Thema bei MacTV zu finden. In der aktuellen c´t ist vieles zum Thema auch gut zusammengefasst.

    Vielleicht macht es ja doch Sinn, sich ein googlebefreites Android oder Linux anzusehen. Versuch macht kluch .

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