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Microsofts OOXML wird Weltstandard

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    Microsofts OOXML wird Weltstandard

    Heise: "Die Internationale Organisation für Normung (ISO) hat am heutigen Mittwoch bestätigt, was die Spatzen bereits von den Dächern pfiffen: Microsofts umstrittene Spezifikation Office Open XML (OOXML) hat im zweiten Anlauf das Rennen um die symbolisch wichtige Standardisierung in Genf geschafft. Laut einer Mitteilung des Gremiums haben 75 Prozent der qualifizierten ISO-Hauptmitglieder das Dokumentenformat befürwortet."

    http://www.heise.de/newsticker/ISO-k...meldung/105866

    #2
    Hmm... und wer kontrolliert, dass es auch ein offener Standart bleibt? Die Idee einen Standard für Textdokumente und Tabellenkalkulationen, etc. zu erschaffen würde ich befürworten - dass dies aber gerade von MS kommt, ist schon sonderbar. Ist dieser "Standart" denn dann auch so wie eine Art Open-Source-Projekt wie Linux oder hat hier nur MS das Sagen, wo es langgeht?!

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      #3
      Zitat von Kurare Beitrag anzeigen
      H Die Idee einen Standard für Textdokumente und Tabellenkalkulationen, etc. zu erschaffen würde ich befürworten.
      Als gäbe es das nicht schon längst. Man kann wieder nur den Kopf schütteln. Statt sich bewährtem anzuschliessen, werden wieder eigene Süppchen gekocht. Microsoft wird Wege finden, selbst offene Standards so zu versaubeuteln, dass sie es zu ihren Gunsten ausnutzen.

      Gruß,
      Sönke

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        #4
        Zitat von mdmtv Beitrag anzeigen
        Als gäbe es das nicht schon längst. Man kann wieder nur den Kopf schütteln. Statt sich bewährtem anzuschliessen, werden wieder eigene Süppchen gekocht.
        Den Anstoss hat hier aber nicht MS gegeben:
        "Seit einiger Zeit wird – vor allem von Regierungen (beispielsweise des US Bundesstaates Massachusetts) oder der EU – gefordert, dass zukünftig nur noch offen dokumentierte, herstellerunabhängige, standardisierte Dateiformate benutzt werden sollen, um Lock-in-Effekte zu vermeiden und um die Interoperabilität und den langfristigen Zugriff auf Dateiinhalte sicherzustellen. Aufgrund dieser Forderungen hat Microsoft das Microsoft Office 2007-Dateiformat der Ecma International zur Standardisierung vorgelegt. Die Standardisierung erfolgt dort im Rahmen des technischen Komitees 45 (TC45)."

        Wenn es das gibt, wieso wurde dann nicht von jenem anderem "Standart" etwas vorgelegt?

        Des weiteren: "Am Standardisierungsprozess sind Apple, Barclays Capital, BP, die British Library, Essilor, Intel, die The United States Library of Congress, Microsoft, NextPage, Novell, Statoil ASA und Toshiba beteiligt "

        Im Schnellverfahren wurde es genehmigt, dann aber später wieder abgelehnt und es mussten offensichtlich einige Änderungen vorgenommen werden, sodass es jetzt wieder genehmigt wurde.

        "Das ebenfalls auf XML basierende OASIS Open Document Format for Office Applications wird von Microsoft abgelehnt, da es unter anderem zu sehr auf dem Dateiformat – und damit der Arbeitsweise und dem Funktionsumfang – von OpenOffice.org basiere und nicht geeignet sei, alle bereits existierenden Microsoft Office-Dokumente abzubilden "

        (Sehen wir mal kurz davon ab, dass es sich um MS handelt.) Es muss doch aber leider hingenommen werden, dass von dem Office-Paket die meisten "Festlegungen" übernommen werden müssen, welches die größte Verbreitung hat, oder?

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          #5
          Zitat von Kurare Beitrag anzeigen
          Den Anstoss hat hier aber nicht MS gegeben:
          "Seit einiger Zeit wird – vor allem von Regierungen (beispielsweise des US Bundesstaates Massachusetts) oder der EU – gefordert, dass zukünftig nur noch offen dokumentierte, herstellerunabhängige, standardisierte Dateiformate benutzt werden sollen, um Lock-in-Effekte zu vermeiden und um die Interoperabilität und den langfristigen Zugriff auf Dateiinhalte sicherzustellen. Aufgrund dieser Forderungen hat Microsoft das Microsoft Office 2007-Dateiformat der Ecma International zur Standardisierung vorgelegt. Die Standardisierung erfolgt dort im Rahmen des technischen Komitees 45 (TC45)."
          Das ist alles richtig. Ich vertrete aber die Ansicht, dass solche Standards NICHT von der European Computer Manufacturers Association, also Unternehmen mit rein kommerziellen Interessen, verfolgt werden sollten. Das hat in dem Fall auch etwas damit zu tun, dass Standards frei von kommerzieller Einflussnahme entwickelt werden sollten.

          Bevor ich zuviel doppelt schreibe, hier das Interview, das meine Meinung dazu eigentlich recht gut widerspiegelt.

          http://www.heise.de/open/IBM-Manager...artikel/103782

          Ich unterstelle Microsoft einfach keine gute Absichten, das ist der Punkt. Das mag unsachlich, vorurteilend oder falsch sein, aber bis Microsoft mich nicht eines besseren belehrt, unterstelle ich Microsoft Absichten, die NICHT im Interesse der User sind. Da bin ich einfach voreingenommen und stehe bis zum Beweis des Gegenteils dazu.

          Gruß,
          Sönke

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            #6
            Es muss doch aber leider hingenommen werden, dass von dem Office-Paket die meisten "Festlegungen" übernommen werden müssen, welches die größte Verbreitung hat, oder?
            Warum eigentlich? Viel besser fände ich es, einen Standard zu schaffen, der allen die gleichen Chancen gibt.

            Speziell, wenn es im betreffenden Markt einen Mangel an Wettbewerb gibt.

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              #7
              Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
              Warum eigentlich? Viel besser fände ich es, einen Standard zu schaffen, der allen die gleichen Chancen gibt.
              Genau so ist es. So bricht man nie eine Dominanz, wenn sich der Wettbewerb aus der 2. Reihe an dem Marktführer orientieren MUSS. Wer sagt denn, dass das Microsoft-Format Innovationen am besten zulässt? Vielleicht setzt sich ja auch 'mal was anderes durch.
              6000 Seiten Dokumentation, mir wird bei dem Gedanken schon schlecht, wie das umgesetzt werden soll. Das kann doch nur Konflikte geben, denn MS kann mit Geld so ziemlich jeden Punkt der Spezifikation kaputtdeuten. Sehen wir ja bei HTML/CSS, was für ein Murks da nach Interpretation von MS geschieht. Und CSS ist Kinderfasching gegen OOXML.
              Sorry, ich bin sehr Anti-MS und das offenbar noch zu emotional, aber diese Firma löst das einfach in mir aus...

              Gruß,
              Sönke

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                #8
                Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
                Warum eigentlich? Viel besser fände ich es, einen Standard zu schaffen, der allen die gleichen Chancen gibt.

                Speziell, wenn es im betreffenden Markt einen Mangel an Wettbewerb gibt.
                Stimmt, da kann man sich das ja bei Apple anschauen wie sie es mit ihrem iPod/iTunes System gemacht haben. Da haben sie bereitwillig ihre Plattform auch für andere Musikplayer geöffnet und so allen die gleiche Chance gegeben. Microsoft ist wirklich ganz böse.

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                  #9
                  Ja, Apple benutzt offene oder lizenzierbare Standards.

                  - MP3
                  - MP4
                  - AAC
                  - AIFF
                  - H.264

                  Keines dieser Formate wird von Apple kontrolliert.
                  Zuletzt geändert von Jörn; 02.04.2008, 12:40.

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                    #10
                    Zitat von Jörn Beitrag anzeigen
                    Ja, Apple benutzt offene Standards.

                    - MP3
                    - MP4
                    - AAC
                    - AIFF
                    - H.264

                    Keines dieser Formate wird von Apple kontrolliert.
                    Aha, und wieso können viele Freunde von mir die keinen iPod haben im iTunes Shop die gekauften Songs nicht auf Ihrem Samsung oder Nike o.ä. Playern spielen? Soweit ich weiss gab es viele Anfragen z.B. von Samsung an Apple den Shop auch für andere zu öffnen. Apple hat es trotzdem nicht gemacht. Wieso nicht? Technisch zu kompliziert? Die böse Musikindustrie wollte das nicht? Hm.

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                      #11
                      Das DRM-System ist geheim. Steve Jobs hat die Hintergründe erläutert, etwas Google-Recherche hilft Dir weiter. Apple ist aber aktiver Streiter für DRM-freie Musik. Auch hier hilft Dir Google weiter.

                      Office-Formate basieren aber nicht auf geheimen DRM-Systemen. Das ist der Unterschied. Deswegen ist ein Vergleich zwischen Word und Fairplay sinnlos.

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                        #12
                        Zitat von thanassis Beitrag anzeigen
                        Aha, und wieso können viele Freunde von mir die keinen iPod haben im iTunes Shop die gekauften Songs nicht auf Ihrem Samsung oder Nike o.ä. Playern spielen? Soweit ich weiss gab es viele Anfragen z.B. von Samsung an Apple den Shop auch für andere zu öffnen. Apple hat es trotzdem nicht gemacht. Wieso nicht? Technisch zu kompliziert? Die böse Musikindustrie wollte das nicht? Hm.
                        Du vermischt hier Deine Interpretation mit Fakten, Du WEISST nicht, warum es so ist. Du siehst, dass es nicht geht und DENKST Dir, es müsste so sein. Es ist müssig und höchst akademisch, über einen Standpunkt zu diskutieren, den Du nicht belegen kannst.

                        Gruß,
                        Sönke

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                          #13
                          Zitat von mdmtv Beitrag anzeigen
                          Das ist alles richtig. Ich vertrete aber die Ansicht, dass solche Standards NICHT von der European Computer Manufacturers Association, also Unternehmen mit rein kommerziellen Interessen, verfolgt werden sollten.
                          Ja, diesen Standpunkt kann ich wiederum auch nachvollziehen... und ich kann auch Jörn nachvollziehen, wenn er schreibt: "Warum eigentlich? Viel besser fände ich es, einen Standard zu schaffen, der allen die gleichen Chancen gibt.
                          Speziell, wenn es im betreffenden Markt einen Mangel an Wettbewerb gibt."

                          Wenn ich als Privatanwender ein Dokument zugeschickt bekomme, so mache ich mir heute keine Gedanken mehr darüber in welchem Format es wohl sein könnte. Ich gehe schlichtweg davon aus, dass es .DOC-Format ist und ohne weiteres von nahezu jeder Textverarbeitung mittlerweile geöffnet werden kann. Ich empfinde schon so, dass MS hier bereits einen Standart erschaffen hat, auch ohne, dass man diesen irgendwie festschreiben müsste. Genauso hat sich z.B. weltweit der Dübel durchgesetzt oder die Reisverschlüsse von YKK (mir fällt jetzt gerade kein besseres Beispiel ein) - sei es weil sie das bessere Produkt hatten oder die bessere Marktstrategie. Wenn man jetzt einen Standart machen möchte, so fände ich es schon irrwitzig, wenn sich die größten Firmen, die alles vorangetrieben haben nun einem neuen Standart beugen müssten. Ich fände es zumindest gerecht, dass von diesen dann auch die meisten Dinge übernommen werden.
                          Was den mangelnden Wettbewerb des Marktes betrifft... so ist dies sicherlich auch ein schwerwiegendes Argument... und ich bin mir hier noch nicht schlüssig, wie ich urteilen soll, weil ich am Überlegen bin, ob es denn nicht letztendlich die Software ist, die über dem Format steht.

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                            #14
                            Zitat von Kurare Beitrag anzeigen
                            Wenn man jetzt einen Standart machen möchte, so fände ich es schon irrwitzig, wenn sich die größten Firmen, die alles vorangetrieben haben nun einem neuen Standart beugen müssten. Ich fände es zumindest gerecht, dass von diesen dann auch die meisten Dinge übernommen werden.
                            In den eingereichten 6000 Seiten Spezifikation ist aber so viel Altlast (pre Windows95 Ära) und soviel Müll, dass man sich schon fragen muss, was Microsoft damit bezweckt. Der von mir erwähnte Artikel mit dem Interview zeigt das recht deutlich, Microsofts Vorschlag ist technisch schlecht (das sagen Fachleute, ich masse mir nicht an, darüber zu urteilen) und insgesamt verbesserungswürdig. Es wird ja eben kritisiert, dass Microsoft hier offenbar seine Interessen vertritt, denn wenn sie "tabula rasa" machen wollten (einem guten, offenen, technisch sauberen Standard zu liebe), dann hätten sie die Gelegenheit gehabt. Auch ein Anschluss an ODF wäre möglich gewesen, aber da will man ja gegenüber Open Office keine Kompromisse eingehen.
                            Der Standard ist 1 Tag alt und man erkennt schon, wieviel Politik, Macht und Interessen in dem Thema liegen. Das kann alles noch sehr "lustig" werden.

                            Nbb.: Auch wenn die meisten Programme Word- und Excel-Dokumente mehr schlecht als recht lesen können, spätestens beim Schreiben bzw. der Weiterverarbeitung ist fast immer das Dokument zerstört, wenn es mit Nicht-MS-Produkten geschrieben wird. Das kann MS nur Recht sein, so kommt man eben nicht drum rum, sich das Original zuzulegen, wenn man ein Dokument weiterverarbeiten will. Und für das Versenden verwendet man heute ja i.d.R. ohnehin eher PDF.

                            Gruß,
                            Sönke

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                              #15
                              (Jetzt schaue ich mir heute Nacht mal entsprechenden Beitrag von Jörn dazu an. Vielleicht ändert sich meine Meinung ja dann noch. Ich bin im Geiste ja noch flexibel )

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