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Gaspreis hat sich bei uns bereits verdreifacht

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    Gaspreis hat sich bei uns bereits verdreifacht

    Eben habe ich einen Zettel bei uns im Treppenhaus gesehen. Der Vermieter informiert über die gestiegenen Gaspreise.

    Da steht, es seien bereits mehrere Steigerungen erfolgt, und der Preis hätte sich im Vergleich zum Vorjahr bereits mehr als verdoppelt. Es gebe vom Anbieter aber bereits die Ankündigung einer weiteren Steigerung. Der Preis wird sich mindestens verdreifachen, das steht bereits fest.

    Hier im Haus wird mit Gas geheizt und Warmwasser bereitgestellt.

    Und dann kommt erst der Winter, der die eigentliche Bewährungsprobe darstellt. Man weiß ja noch nicht mal, ob überhaupt genug Gas herbeigeschafft werden kann, abgesehen vom Preis.

    Schon verblüffend, wie sich das alles auswirkt. Und alles so unnötig.

    #2
    Wenn ich es richtig verstanden habe, sollten alle ihren Gasverbrauch reduzieren — nicht allein wegen der eigenen Schatulle, sondern weil sonst anderen das Gas fehlt, die es dringender brauchen (Industrie, Krankenhäuser, Familien mit Kindern). Also habe ich untersucht, ob ich Gas sparen kann.

    Dabei habe ich eine interessante Entdeckung gemacht.

    Bei uns im Haus (ein großes Frankfurter Wohnhaus mit fünf Stockwerken) wird überwiegend mit Gas geheizt und Warmwasser bereitet. Im Sommer betrifft das in meinem Fall vor allem die morgendliche Dusche (oder nach dem Sport). Im Badezimmer ist daher eine "Gastherme" angebracht. Wer es nicht kennt: Das ist ein Kasten an der Wand, durch den Wasserrohre geleitet werden. Benötigt man warmes Wasser, werden die Rohre durch eine Vielzahl von Gasflammen erhitzt. Es ist ein richtiges kleines Inferno im Inneren des Kastens.

    Weil das Wasser viel zu heiß ist für eine Dusche, mische ich es mit kalten Wasser, bis eine angenehme Temperatur erreicht ist. Ich nehme an, dass die meisten Leute das so machen. Man mischt warmes und kaltes Wasser, richtig?

    Was mir nicht bewusst war: Eigentlich ist das völliger Irrsinn. Zuerst verwende ich viel Energie, um das Wasser zu erhitzen. Anschließend kühle ich es mit kaltem Wasser wieder runter. Wie blöd kann man sein?

    Ich habe entdeckt, dass ich die Gasmenge direkt am Gerät drosseln kann. Dann wird das Wasser von vornherein nur lauwarm. Man hört und sieht sofort den Unterschied, weil anstelle des Flammen-Infernos in dem Kasten jetzt nur ein paar müde Flämmchen züngeln. Gefühlsmäßig würde ich schätzen, dass ich nur noch ein Drittel oder Viertel so viel Gas benötige. Das würde genau meinem Ziel entsprechen, meinen Verbrauch auf ein Drittel zu reduzieren.

    Ich würde gerne viel mehr darüber erfahren, wie man mit alltäglichen Tricks etwas vernünftiger mit unseren Ressourcen umgehen kann.

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      #3
      Das ist nur eine Milchmädchenrechnung. Die höher Wassertemperatur bedeutet, das Du einen geringeren Warmwasserverbrauch hast. Dafür relativ viel Kaltwasser. Mit der niedrigeren Wassertemperatur kannst Du nur wenig Kaltwasser aufwärmen. Du sparst also nichts.

      Falls Du wirklich Gas sparen möchtest, solltest Du weniger Duschen. Und vor allem kälter und kürzer. Nebeneffekt, es wird weniger Trinkwasser benötigt. Da weniger Wasser gepumpt wird, braucht das Wasserwerk auch weniger Strom.

      P.S. Beim Eierkochen die Eier kalt aufsetzen und Flamme aus, sobald das Wasser kocht. Weiche Frühstückseier brauchen etwa 3 Minuten. Und zum Abschrecken scharf in den Kessel gucken.
      Zuletzt geändert von User vom Rhein; 05.07.2022, 10:33.

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        #4
        Ich vermute, hier habt ihr beide "ein bisschen recht". Ich könnte mir vorstellen, dass der Wirkungsgrad bei der Erzeugung weniger heißen Wassers geringfügig besser ist, und dass bei der Heißwasser-Misch-Variante insgesamt mehr Wasser aus der Dusche läuft (und damit mehr Wasser erwärmt werden muss). Beides ist aber nur eine qualifizierte Vermutung.

        Generell finde ich es gut, wenn man sich fragt, wo man Energie sparen kann und ich gebe "User vom Rhein" recht, dass in Bezug auf das Duschen "kälter und kürzer" das Entscheidende ist. Übrigens kann sich auch das Einsparen von Strom nicht nur finanziell lohnen, sondern auch auf den Gasverbrauch des Landes auswirken.

        Ich glaube zwar, dass die meisten Energiespar-Tipps ziemlich olle Kamellen sind, welche die meisten kennen. Aber manchmal lohnt sich ja eine kleine Erinnerung – wie diese hier aus Jörns früherer Tageszeitung:

        https://www.badische-zeitung.de/neun...214618108.html

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          #5
          @Jörn
          Hast Du für Deine Gastherme einen Gaszähler oder lesbaren Zugriff darauf?
          Gibt es einen Wasserzähler für die Wohnung?
          Wenn ja, kannst Du die verschiedenen Duschszenarien messtechnisch erfassen und musst nicht rätseln.

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            #6
            Das Thema „Legionellen im Duschwasser“ sollte man bei der Betrachtung auch nicht ausser Acht lassen.
            Ich finde gerade im Sommer kann man sich gut ans kalt duschen gewöhnen.
            -Gedöns

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              #7
              Wichtiger Punkt mit den Legionellen. Wie groß ist eigentlich der Wasserspeicher einer Gastherme? Bei mir im Keller ist ein 120 Liter Warmwasserspeicher. Und der sollte eine gewisse Wassertemperatur haben, damit keine Legionellen sich dort breit machen können. Hier schlägt Gesundheit den Geldbeutel, sprich Gasrechnung.

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                #8
                Zitat von User vom Rhein Beitrag anzeigen
                Hier schlägt Gesundheit den Geldbeutel, sprich Gasrechnung.
                In der Hinsicht auch eine interessante Diskussion: klick

                -Gedöns

                Kommentar


                  #9
                  Zitat von User vom Rhein Beitrag anzeigen
                  Das ist nur eine Milchmädchenrechnung. Die höher Wassertemperatur bedeutet, das Du einen geringeren Warmwasserverbrauch hast. Dafür relativ viel Kaltwasser. Mit der niedrigeren Wassertemperatur kannst Du nur wenig Kaltwasser aufwärmen. Du sparst also nichts.
                  Das verstehe ich nicht so richtig. Warum ist es eine Milchmädchenrechnung? Vorher lief die Gastherme x Minuten auf 100%. Jetzt läuft die Gastherme x Minuten auf 30%. Das Wasser ist nur noch lauwarm, also muss ich kein kaltes Wasser mischen. Da müsste ich doch was gespart haben? (Die Wassermenge ist dadurch natürlich ebenfalls gesunken.)

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                    #10
                    woreich Ja, ich habe einen Gaszähler, aber der ist nicht genau genug, um den Verbrauch einer einzelnen Dusche anzuzeigen. Es müsste aber möglich sein, über etwas längere Zeit festzustellen, ob ich sozusagen "im Plan" liege, 30 bis 50 Prozent weniger zu verbrauchen als sonst. Dann wäre es kein kompletter Blindflug.

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                      #11
                      Zitat von Jörn Beitrag anzeigen

                      Das verstehe ich nicht so richtig. Warum ist es eine Milchmädchenrechnung? Vorher lief die Gastherme x Minuten auf 100%. Jetzt läuft die Gastherme x Minuten auf 30%. Das Wasser ist nur noch lauwarm, also muss ich kein kaltes Wasser mischen. Da müsste ich doch was gespart haben? (Die Wassermenge ist dadurch natürlich ebenfalls gesunken.)
                      Um 1Kg Wasser um 1 Grad Celsius zu erwärmen brauche ich 4,19 KJ. Das ganze nennt sich Wärmekapazität. Durch Vermischung von kaltem Wasser mit warmem Wasser wird keine Energie vernichtet, es stellt sich nur eine Mischtemperatur ein.

                      Rechnen wir mal idealisiert. 5 Kg Wasser mit 60 Grad und 10 Kg Wasser mit 20 Grad.

                      (5*60+10*20)/15= 33,3 Grad Mischtemperatur.

                      Nun mit 10 Kg Wasser bei 40 Grad und 5 Kg Wasser bei 20 Grad

                      (10*40+5*20)/15= 33,3 Grad

                      Indem Moment indem ich die Wassermenge reduziere brauche ich auch weniger Energie zum Aufheizen, aber das war in der ersten Aussage nicht klar. Da wurde nur von der gesenkter Temperatur des Wassers in der Therme gesprochen. Und wie Du siehst, muss man um die Gleiche Temperatur der Mischung zu erreichen nun mehr Warmwasser zufügen, das dafür etwas kälter ist. Man hat also nichts gewonnen.
                      Zuletzt geändert von User vom Rhein; 06.07.2022, 18:00. Grund: Korrektur der Kaltwassertemperatur in der ersten Rechnung. Hatte sie vorher auf dem Papier ausgerechnet und dann einen Übertragungsfehler gemacht.

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                        #12
                        Ja, das verstehe ich. Also macht meine Spar-Aktion nur dann Sinn, wenn gleichzeitig die Menge des Wassers reduziert wird.

                        Das bedeutet:
                        • Beim Duschen ist es für mich egal, ob da nun große Wassermassen auf mich einprasseln, oder ob es nur nur ein sparsames Rinnsal ist. Also würde mein Plan hier funktionieren. Es muss weniger Wasser erhitzt werden, darauf kommt es an.
                        • Aber beim Füllen eines Spülbeckens für den Abwasch spare ich nichts, weil hier die Menge an Wasser ungefähr gleich bleibt, nämlich so, dass das Spülbecken halbwegs gefüllt ist. Und dafür brauche ich eben die nötige Energie. Dort kann ich also nur etwas erreichen, wenn ich entweder die Temperatur senke, oder die Wassermenge, oder beides.
                        Das müsste doch jetzt ungefähr stimmen, oder nicht?

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                          #13
                          Bleibt noch der Stillstandsverlust. In dem Moment, wo das Wasser wieder abgestellt wird und die Therme abschaltet, befindet sich noch heisses Wasser im System, das nun langsam abkühlt. Im Winter heizt das den Raum mit.
                          Bei niedrigerer Wassertemperatur somit geringere Verluste.

                          Wir testen derzeit ebenfalls. Wir haben einen 160 l Warmwasserspeicher, der normalerweise auf 60 Grad mit -10 Grad Toleranz gefahren wird.
                          Zum Juli habe ich das auf 50 Grad und -10 Grad eingestellt.
                          Damit bin ich aber schon jenseits der Hygienetemperatur und muss somit zwischendurch mit 70 Grad einmal gegensteuern.

                          Da wir in den Sommermonaten immer einen recht gleichförmigen Wasserverbrauch haben, müssten der Versuch eine gewisse Aussagekraft haben.

                          Bei der Heizung sehe ich das größte Problem darin, die kalten Ecken nicht unter die Taupunkttemperatur zu bringen und sich damit Schimmel einzufangen. Geringere Temperatur ja, aber mit Vorsicht herantasten.

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                            #14
                            @Jörn
                            Den Abwasch erledigt am sparsamsten die Spülmaschine. Unsere benötigt z.B. pro voller gemischter Ladung mit bis zu 65 Grad rund 0,8 kWh und 8 Liter Wasser. Kein Ecoprogramm.

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                              #15
                              Richtig. Bei der Dusche die Gesamtwassermenge reduzieren oder kälter Duschen. Die Gesamtwassermenge kann man durch 2 Maßnahmen reduzieren. Kürzer Duschen oder bei gleicher Zeit mit einer begrenzten Wassermenge, z.Bsp. anderer Duschkopf, der weniger Wasser durchlässt pro Zeiteinheit.

                              Und einfach kälter Abwaschen.
                              Sollte man auch bei der Wäsche der Bekleidung überlegen, ob das Hemd immer bei 60 Grad gewaschen wird oder ob 30 Grad genügen.

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