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    #46
    Zitat von iAaron Beitrag anzeigen
    Der Lehrer kommt in die Klasse (z.B. GWK, Ethik, etc.) und [...] Nach 10 Minuten beginnt jeder CounterStrike oder anderes zu spielen
    Was ich sooooo schade finde: Daß in der Pädagogik dermassen oft das wichtigste Prinzip - quasi die "Hauptdirektive" fürs Lernen vernachlässigt wird:
    Lernen funktioniert dann am besten, wenn es das eigene Leben betrifft oder sich zumindest darauf bezieht.

    Als ich oben stehende Aussage gelesen habe, fiel mir direkt ein, wieso man nicht das eine - z.b. Ethik - mit dem anderen - z.b. CounterStrike oder Computerspiele allgemein - direkt verknüpft. Meine spontane Idee dazu: Cheaten und Ethik. Was ist ist "cheaten" - wieso gibts das - wo kommt es her, wo geht es hin. Cheater können sich outen - "Anti"-Cheater können lauthals protestieren.

    Halt nur ein kleines Beispiel.

    Tatsache ist, daß Computer in Schulräumen in sofern Sinn machen, als daß sie nunmal auch im sonstigen Leben der Lernenden vorkommen. Und genau darauf sollte sich meines Erachtens Schule konzentrieren. Und so wie ich die Schule beobachte, hängt die stark vom Lehrer ab, und die meisten möchten die Realität am liebsten aus dem Unterricht aussperren - Bezüge zwischen Unterricht und Realität der Kids sind Mangelware.

    Von daher: Was nützt es, wenn ich zwar das Werkzeug Computer im Unterricht einbeziehe, aber es nicht wirklich zum Gegenstand diverser Diskussionen und Möglichkeiten mache, die dann auch die Realität einbeziehen.

    Das ist meines Erachtens das grösste Problem an heutigen Schulen. Statt Stephen King liest man halt Goethes Faust - statt Weizenbaum diskutiert man Hegel - statt Javascript lernt man Latein.

    gruß
    Booth
    Derjenige, der weiss, daß er nichts weiss, weiss mehr, als derjenige, der nicht weiss, daß er nichts weiss.

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      #47
      Booth dafür gibts 2 Daumen hoch von mir. Du bringst es ziemlich auf den Punkt. Egal ob mit oder ohne Computer. Viele Lehrer schaffen es einfach nicht ihre Schüler für den Unterricht zu begeistern.

      In meiner Schulzeit habe ich genau für so etwas gekämpft. Leider habe ich dabei meistens auf Granit gebissen. Teilweise erntete man schlechte Noten, weil man als "Rebell" galt. Letztendlich hat man sich als Kind zu wenig getraut, bzw. die Lehrer waren nicht flexibel genug, um solchen Ideen mehr Raum zu geben.

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        #48
        Zitat von Booth Beitrag anzeigen
        Das ist meines Erachtens das grösste Problem an heutigen Schulen. Statt Stephen King liest man halt Goethes Faust - statt Weizenbaum diskutiert man Hegel - statt Javascript lernt man Latein.
        Es liegt nicht an den Inhalten sondern der Art, wie Inhalte vermittelt werden. Ein guter Lehrer kann den Faust mit Spannung und Interesse transportieren, ein schlechter Lehrer wird beim Playboy und Javascript scheitern.

        Gruß,
        Sönke

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          #49
          An meiner alten Schule wurden Laptops sehr oft benutzt. Obwohl wir offiziell keine Laptop Klasse waren, hatte jeder eines, welches er immer mitnahm. Einen Beamer in unserer Klasse hatten wir auch. Für mich persönlich ist es ein Vorteil, denn ich kann wesentlich schneller am Notebook schreiben als wenn ich es mit der Hand täte. Ich habe eigentlich in jedem Fach digital mitgeschrieben (ausgenommen Mathematik).

          Seit diesem Jahr wurden dann laptops in den ersten und zweiten Klassen verboten. Der Grund: Die Schüler arbeiten nicht mehr mit und werden leichter abgelenkt. Dieses Verhalten hat man aber auch bis zur letzten Klasse verfolgen können. Manche verbrachten die Zeit in der Schule lieber damit zu zocken anstatt dem Unterricht zu folgen.

          Ich halte eine Verwendung von laptops in Schulen deshalb für schwachsinnig. Es hat zwar Vorteile, die aber noch lange kein Grund sind, komplett auf Notebooks umzusteigen.

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            #50
            Zitat von mdmtv Beitrag anzeigen
            Es liegt nicht an den Inhalten sondern der Art, wie Inhalte vermittelt werden. Ein guter Lehrer kann den Faust mit Spannung und Interesse transportieren, ein schlechter Lehrer wird beim Playboy und Javascript scheitern
            Da hast Du sicher (auch) recht - wobei ich denke, daß manche Inhalte einem Lehrer entgegenkommen, einen Bezug zum Leben der Jugendlichen zu finden... und bei anderen Inhalten muss man sich als Lehrer echt was einfallen lassen, um diesen Bezug zu finden - wobei natürlich auch immer gilt, daß "die Jugendlichen" ja auch allesamt unterschiedliche Interessen haben.

            Diese Mühe, den Stoff für die Schüler etwas interessanter und spannender zu gestalten, findet sicher allzu oft nicht hinreichend statt.

            edit:
            Und um noch mal den Bogen zum Thema zu spannen: Wie oben schon kurz angemerkt, haben ja auch Jugendliche unterschiedliche Neigungen und Interessen. Und nicht jeder geht unbedingt gerne mit einem Laptop um, bzw kriegt den Spagat hin, das Gerät nur dann zur Ablenkung zu nutzen, wenns quasi OK ist. Ein Laptop bietet sicher mehr Möglichkeiten, als ein Bleistift... aber eben auch diverse (im Sinne der Schule eher) destruktive Möglichkeiten.

            gruß
            Booth
            Derjenige, der weiss, daß er nichts weiss, weiss mehr, als derjenige, der nicht weiss, daß er nichts weiss.

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