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    Karl Lauterbach twittert, dass eine Ziel-Inzidenz von 50/100.000 bis zum 10. Januar nur schwer erreichbar sein dürfte. Eventuell muss man verlängern. (Ich vermute mal um weitere 14 Tage.)

    Weiter: Die Impfstoffe werden bis Ende Juni wohl nur für Leute ab 70 Jahren und Risikogruppen (Pflegekräfte, Lehrer, usw) zur Verfügung stehen. Der größte Teil der Bevölkerung wird also bis dahin nicht geimpft sein. Entsprechend wichtig ist, dass wir die Infektionszahlen drücken können und unter 50 halten, sonst wird das kommende Dreivierteljahr recht ungemütlich.

    Er sagt, auch in den Betrieben muss eine drastische Reduzierung der Kontakte stattfinden.

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      Zitat von hopsing27 Beitrag anzeigen
      Die Äußerungen von affe sind aus meiner Sicht teilweise durchaus berechtigt.
      Jedenfalls ist es berechtigt, sie vorzutragen und zu diskutieren.

      Falls meine Äußerungen (und deren hohe Zahl) dazu geeignet waren, Teilnehmer affe irgendwie blöd aussehen zu lassen (mein Schreibstil neigt manchmal dazu) oder in irgendeine "Ecke" zu stellen, wo er nicht hingehört, dann tut mir das leid.

      Es ist ein kontroverses Thema und die Debatte wird entsprechend geführt, aber es sollen alle zu Wort kommen und sich respektiert fühlen. Sorry, wenn das nicht der Fall war.

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        Damit es jedoch nicht zu friedlich wird, hier ein Tweet der Fraktionsvorsitzenden der AfD im Deutschen Bundestag zum gerade beschlossenen Lockdown:

        "Dieser #Lockdown-Beschluss ist ein Offenbarungseid für die politisch Verantwortlichen und ein Desaster für Bürger und Wirtschaft. Nötig ist ein stringentes Schutzkonzept für gefährdete Bevölkerungsgruppen. Die Holzhammer-Methode "Lockdown" ist dagegen kontraproduktiv!"
        Vielleicht lohnt es sich, nochmal zu wiederholen, warum ein solches "Schutzkonzept" unsinnig ist, wenn damit eine Isolation gemeint ist, damit der Rest der Bevölkerung unbeschränkt leben kann. (Dies ist die Position der AfD.)

        Erstens, ein Viertel der Bevölkerung (20 Millionen Bürger) gehören zur gefährdeten Gruppe. Es geht nicht "nur" um Altenheime, die man hermetisch abriegeln müsste, sondern um eine sehr breite Bevölkerungsgruppe.

        Diese 20 Millionen sitzen nicht im Schaukelstuhl vor dem Fernseher, sondern sind Teil des wirtschaftlichen und sozialen Lebens. Man kann sie nicht einfach isolieren, mit dem Ziel, dass dann die Wirtschaft ungestört laufen könnte. Sondern wenn man 20 Millionen isoliert, ist das ziemlich gleichbedeutend mit einem Stillstand des wirtschaftlichen und sozialen Lebens.

        Zweitens, um diese 20 Millionen Bürger zu isolieren und zu versorgen, benötigt man eine sehr umfangreiche Infrastruktur. Beispielsweise, wenn 20 Millionen nicht mehr einkaufen und Wäsche waschen, dann muss das jemand anderes besorgen. Diese zusätzlich zu schaffende Infrastruktur wäre absurd groß. Wir haben ja erlebt, wie schwierig es ist, wenn plötzlich die Kinder nicht mehr in die Schule gehen und zu Hause versorgt werden wollen. Und jetzt will man gleich ein Viertel der Bevölkerung isolieren, mit der Behauptung, dann könne die Wirtschaft ungestört weiterlaufen.

        Drittens, es schädigt jene, die nicht isoliert sind. Wenn man das Virus im "öffentlichen" Bereich einfach laufen ließe, dann würden in kurzer Zeit alle diese Bürger infiziert, ohne Ausnahme. Eine medizinische Versorgung wäre aufgrund der Menge nicht möglich. Ein bestimmter Prozentsatz würde sterben, aber dieser Prozentsatz wäre deutlich höher als heute, denn heute haben wir noch ausreichend Beatmungsgeräte und sonstige Einrichtungen. Ein noch höherer Prozentsatz trüge Folgeschäden davon. Es ist also nicht wahr, dass eine "Isolation von Risikogruppen" ohne Gefahr bliebe für den Rest. Sondern es ist die Option mit den meisten Erkrankungen, den meisten Toten und den meisten Schäden. Abgesehen davon ist es ein Verstoß gegen das Grundgesetz.

        Viertens, es funktioniert nicht. Ein Virus lässt sich nicht so nahtlos isolieren, schon gar nicht flächendeckend. Je verbreiteter das Virus ist, desto wahrscheinlicher ist ein Übersprung auf eine isolierte Gruppe. Je mehr Druck auf dem Kessel ist, desto wahrscheinlicher gelangt ein winziges Tröpfchen nach draußen. Wenn die Risikogruppen dann keinen anderen Schutz haben als eben diese Isolation, dann kommt es zu einem Massensterben, sobald diese Isolation durchbrochen wurde — eine winzige Lücke reicht aus, wenn das ganze Umfeld infiziert ist. Deswegen achtet man darauf, dass das Umfeld möglichst gering infiziert ist. Nur dann hat die Isolation eines Altenheimes überhaupt eine realistische Chance.

        Zudem ist es ratsam, Menschen mit höherem Risiko nicht alle auf einem Fleck unterzubringen, sondern innerhalb einer gesunden Gruppe zu "verstecken". Wenn sich dann jemand ansteckt, läuft sich das Virus tot, anstatt alle anderen zu erreichen. Genau das erreichen wir mit Masken, Abstand halten und so weiter.

        Mal abgesehen von der moralischen Fragwürdigkeit, die das Markenzeichen der AfD geworden ist, ist es aus epidemiologischer Sicht barer Unsinn, den Frau Weidel hier erzählt. Wenn sie es besser weiß als der Konsens der Wissenschaft, dann soll sie ein Papier schreiben und ihre Methode offenlegen, mit der sie all das herausgefunden hat, und es bei den wissenschaftlichen Fachmagazinen zum Peer-Review einreichen. Dann wird man sehen, was ihre Erkenntnisse wert sind. Stattdessen hat sie ihre Thesen einfach erfunden und nutzt die Unkenntnis der Leute aus.
        Zuletzt geändert von Jörn; 13.12.2020, 19:38.

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          @Jörn,

          kann man so sehen.

          Ansonsten ist Frau Weidels Aussage die selbe die ich z.b.auch von Spitzenpolitiker der FDP seit Wochen höre.

          Das gehört zur Wahrheit dazu und ist nicht eine reine AFD Position.

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            Das stimmt nicht. Christian Lindner, FDP, trägt die Maßnahmen mit. Das hat er eben im "ZDF Spezial" gesagt. Er mahnt jedoch eine längerfristige Strategie an.

            Insbesondere fordert die FDP nicht, eine Bevölkerungsgruppe zu isolieren, damit eine andere Bevölkerungsgruppe unbeschränkt leben kann. Dies ist die Forderung der AfD, und damit steht sie völlig allein.

            Von der Webseite der FDP zu diesem Punkt:

            In der Debatte zu den Corona-Beschlüssen forderte Christian Lindner eine längerfristige Corona-Strategie. Lindner ließ keinen Zweifel daran, dass die Beschränkung von Kontakten und die Regeln zu Abstand, Maske und Hygiene richtig ist und bleibt. (...)

            Er forderte die Regierung auf, noch mehr für einen umfassenden Schutz besonders gefährdeter Gruppen wie Pflegebedürftige zu tun. "Die Zahl der Betroffenen in Pflegeeinrichtungen ist für uns zu hoch", verwies er auf aktuelle Zahlen aus Hessen, wo zwei Drittel der mit und durch Covid 19-Verstorbenen in Altenpflegeeinrichtungen gelebt haben. "Wir müssen stärker die von einem besonders schweren Krankheitsverlauf bedrohten Menschen schützen." (...)
            Bedeutet: Er fordert zusätzlich mehr Schutz für besonders gefährdete Gruppen. Er fordert nicht, dass dadurch der restliche Teil der Gesellschaft unbeschränkt bleibt.

            Tweet von Christian Lindner von heute:

            Dieser Lockdown muss genutzt werden zur Entwicklung einer langfristigen Strategie mit Inhalten wie:
            - Besserer Schutz der #Risikogruppen.
            - AHA-Regeln,
            - Luftfilter in Schulen + Restaurants
            - FFP2-Masken für Risikogruppen.
            - Regional spezifische Maßnahmen in Hotspots. TL
            Zuletzt geändert von Jörn; 13.12.2020, 20:15.

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              Weidels Aussage? Etwa diese hier?

              Alice Weidel: COVID19 – Nichtstun der Bundesregierung gefährdet Leib und Leben der Menschen

              Berlin, 12. März 2020. Die stellvertretende Bundessprecherin Dr. Alice Weidel, Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, fordert die Bundesregierung auf, konkrete Schritte zum Schutz der Menschen bzgl. des Corona-Virus einzuleiten statt ‚Handlungsempfehlungen‘ zu geben:

              „Man überlässt die Bürger sich selbst – eine Praxis, die sich schon seit 2015 quer durch alle politischen Felder zieht. Lediglich da, wo man den Menschen in diesem Land noch ein bisschen Geld aus der Tasche ziehen kann, also zum Beispiel in Sachen Klimapaket, interessieren sich die Regierenden noch für das Volk.

              Ich fordere die Bundes- und Landesregierungen auf, dem Beispiel vieler europäischer Länder zu folgen und endlich die entsprechenden Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung einzuleiten. Das Handeln der Politik ist fahrlässig und gefährdet Leib und Leben der Menschen in unserem Land.“

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                Das is' ja witzisch... genau das Gegenteil von heute...

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                  Da wusste sie noch nicht, wie ihre Klientel tickt. Als sie es bemerkte, wurde schnell gewendet...

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                    Wie ich schonmal sagte,

                    "alle" Parteien eiern diesbezüglich rum.

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                      schon vergessen ?

                      https://www.tagesspiegel.de/politik/.../26147764.html

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                        Zitat von Arcam Beitrag anzeigen
                        "alle" Parteien eiern diesbezüglich rum.
                        Ich verstehe nicht, wie man das begründen kann.

                        Davon abgesehen: Der Hauptunterschied besteht doch darin, dass die klassischen Parteien ihre Verantwortung darin sehen, die Krise erfolgreich zu bestehen und daran mitzuarbeiten, auch in der Opposition. Deswegen hat man die Beschlüsse der Regierung im Frühjahr, die sehr schnell getroffen werden mussten, nicht blockiert und hat sich um einen gesellschaftlichen Zusammenhalt bemüht, anstatt alle gegeneinander zu hetzen.

                        Einzig die AfD hat ein Interesse am Scheitern der aktuellen Gesellschaft, auch um den hohen Preis, den eine Pandemie im Falle eines Scheiterns fordert.

                        Ich verfolge die Bundestagssitzungen auf Phoenix und habe doch den dringenden Eindruck, dass die AfD einfach Trolle sind, die das Scheitern jedweder Politik zu Ziel hat, egal welchen Inhalts, in der Hoffnung, dann ans Ruder zu kommen.

                        Opposition ist aber keine destruktive Rolle in einer Demokratie, sondern eine konstruktive. Das unterscheidet alle Oppositionsparteien von der AfD.

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                          Das ist kein "Herumeiern". Spahn hat sich nicht vorstellen können, dass wir erneut einen harten Lockdown benötigen werden. Seine Sichtweise war damals nachvollziehbar. Er wurde spekulativ über eine ungewisse Zukunft befragt, und alle Zuhörer wussten, wie man die Antwort einordnen muss. Die Logik, nach der Herr Spahn heute wie damals argumentiert, blieb dieselbe.

                          Sorry, aber mir ist nicht ersichtlich, wie man Jens Spahn vergleichen kann mit den Typen von der AfD. Neulich hat ein Bundestagsabgeordneter der AfD in einer Talkshow ausgeführt, warum das Tragen einer Maske möglichst abgelehnt und umgangen werden soll. Solche Leute sind mit ein Grund dafür, dass wir erneut einen Lockdown brauchen, und das wird dann Jens Spahn in die Schuhe geschoben, er würde rumeiern.

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                            Zitat von Jörn Beitrag anzeigen

                            Ich verfolge die Bundestagssitzungen auf Phoenix und habe doch den dringenden Eindruck, dass die AfD einfach Trolle sind, die das Scheitern jedweder Politik zu Ziel hat, egal welchen Inhalts, in der Hoffnung, dann ans Ruder zu kommen.

                            So waren einmal Bundestagssitzungen als noch CDU oder SPD jeweils in der Regierung oder Opposition waren.

                            Da wir aber (mit kurzer Unterbrechung) 15 Jahre eine große Koalition haben und es quasi keine richtige Opposition mehr gab, ist dieses Bild entstanden.

                            Übrigens auch einer der Gründe des erstarkens der AfD.

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                              Zitat von Jörn Beitrag anzeigen

                              ... warum das Tragen einer Maske möglichst abgelehnt und umgangen werden soll. Solche Leute sind mit ein Grund dafür, dass wir erneut einen Lockdown brauchen, und das wird dann Jens Spahn in die Schuhe geschoben, er würde rumeiern.
                              Ich sehe aber nur Leute mit Masken. Ich komme ja seit Monaten garnicht in den Supermarkt oder an die Tankstelle ohne Maske. Ob ich diese ablehne oder nicht.

                              Und ja, wenn ich draußen spazieren gehe oder im Büro sitze, trage ich auch keine Maske. Wie eigentlich alle die ich hier antreffe.

                              Also hat fast die gesamte Bevölkerung sich nicht an den Regeln gehalten, wenn es jetzt einen erneuten drastischen Lockdown braucht.
                              Dieses der AfD nun zuzuschieben finde ich auch wieder etwas steil.

                              Und ja, die Regierungsparteien eiern seit beginn der Krise rum.
                              Beispiele gab es ja genug.

                              Bringt aber auch nix in der Vergangenheit rumzuwühlen.

                              Ahja, wo ist eigentlich die Solidarität zu unseren Pflegekräften geblieben? Die warten bis heute auf bessere Arbeitsbedingungen und Bezahlung.
                              Oder hat Herr Spahn schon genug Pflegekräfte aus Mexiko rekrutiert

                              Ich höre und sehe zumindest keine Balkonklatscher mehr oder hitzige Debatten darüber im TV.

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                                Was möchtest Du erreichen? Ich verstehe Dein Ziel nicht. Möchtest Du mir einreden, alle Parteien wären so wie die AfD?

                                Der Reporter von Phoenix im Deutschen Bundestag sagte in der aktuellen Stunde zum Verhalten der AfD und ihrer "Gäste", im Anschluss an eine Rede:

                                "Das werden alle unterschreiben, die mit diesem Parlament zu tun haben. Die Atmosphäre im Deutschen Bundestag hat sich seit dem Jahr 2107 in fast allen Bereichen deutlich verändert."
                                Klingt nicht gerade so, als wäre die AfD so wie alle anderen Parteien.

                                In der Rede zuvor, auf die sich die Bemerkung bezog, hörte man, dass Abgeordnete der AfD im Parlament pöbeln und frauenfeindliche Bemerkungen machen, sodass für Abgeordnete eine feindliche Atmosphäre entsteht. Es ist eine permanente Verachtung des Parlaments — ich habe das in den Übertragungen auf Phoenix häufig beobachtet.

                                Die Rede mit viel Geschrei und Ordnungsrufen kann hier abgerufen werden (ab 45 Minuten und 45 Sekunden).

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