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    Der Mac hat einen guten Lauf, und macOS Ventura passt gut dazu. Die neuen Funktion sind nützlich und willkommen. Man denke an die Möglichkeit, Mails automatisch zu einem späteren Zeitpunkt zu versenden; oder die sehr nützliche Idee, iMessage-Nachrichten nachträglich editieren oder ganz löschen zu können. Diese Verfeinerungen, die ein bereits gutes System nochmals besser machen, sind eine gute Strategie. Man muss nicht immer alles umwerfen.

    Aber wenn es doch hin und wieder etwas ganz Neues gibt, dann muss es natürlich gebührlich gefeiert werden. Kurioserweise gehört zu diesem Spaß auch, dass man es ausgiebig kritisiert, Gegenentwürfe vorschlägt und sich eine felsenfeste Meinung bildet (die man spätestens am nächsten Morgen wieder verwirft).

    Der neue »Stage Manager« ist eine solche Neuheit, die vermutlich gemischte Gefühle und einige Kontroversen hervorrufen wird. Es macht großen Spaß, damit herumzuspielen und sich zu überlegen, warum die Ingenieure und Designer sich ausgerechnet für diese Lösung entschieden haben.

    Stage Manager ist die komplette Abkehr vom Design des Jony Ive. Es ist nicht schlicht, reduziert und sachlich. Sonden es ist pompöös. Es sieht eher aus nach Harald Glöckler als nach Dieter Rams. Es wartet nicht darauf, zur rechten Zeit entdeckt zu werden, sondern es ist in-your-face und will wahrgenommen werden als unübersehbare Hauptattraktion auf dem Laufsteg.

    Der falsche 3D-Effekt bringt zurück, was Jony Ive mühsam abgeschafft hatte, nämlich das Vortäuschen von Dingen, die das Gerät nicht leisten kann. Deswegen bevorzugte er die Ehrlichkeit, sich mit flachen Objekten zu begnügen und diesen dann mit Schatten eine Hierarchie zu verleihen.

    Aber hey, zur Hölle damit! Stage Manager macht einfach Spaß! Ich bin gleichermaßen fasziniert von der Unverfrorenheit und der Lebendigkeit. Die Unverfrorenheit besteht darin, mit wichtigen Konventionen zu brechen; beispielsweise, dass der Desktop allein dem Anwender gehören sollte. Die Lebendigkeit besteht darin, dass der statische Desktop immer wieder mit kleinen Animationen aufwartet und der Wechsel zwischen Fenstern und Apps tatsächlich Spaß macht.

    Vermutlich richtet sich die Funktion daher auch eher an Einsteiger, die immer mal eine kleine Motivation brauchen, und für die solche Animationen tatsächlich nützlich sind, weil stets klar wird, wohin die Fenster und Apps verschwunden sind, und wo man sie wieder finden kann.



    Für mich als erfahrener Anwender sind die Symbole viel zu groß und nehmen mir zu viel Platz weg. Sie stören auch meine Konzentration. Zwar kann man den Stage Manager komplett ausblenden. Aber die Symbole finde ich trotzdem viel zu groß, und dadurch wirkt es auf mich nicht elegant, sondern beinahe plump. Aber ich gebe zu, dass es Spaß macht, damit herumzuspielen. Daher bin ich versucht, der Idee die Zeit zu geben, die sie benötigt, um mich zu überzeugen.

    Vermutlich wird Apple auch noch ein paar Details ändern. Es liegt auf der Hand, dass die Anwender danach fragen werden, die Symbole auf die rechte Seite des Desktops zu platzieren; allerdings sind dort meist einige Datei-Icons im Weg. Viele Anwender werden wünschen, die Größe einstellen zu können. Diese Details können eine große Auswirkung auf die Akzeptanz haben.

    In unserem Keynote-Stammtisch haben wir über diese und weitere Dinge diskutiert. Was ist Deine Meinung dazu?
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