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Vermisst! Kein Wort auf der WWDC zu…

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  • Vermisst! Kein Wort auf der WWDC zu…

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 2022-06-09_9951.jpg Ansichten: 0 Größe: 36,9 KB ID: 403146
    …dem großen Zukunftsthema. Nämlich Virtual Reality und Augmented Reality. Das Bild stammt aus dem Jahr 2017, ist also genau fünf Jahre alt.

    Damals sollten die anwesenden Entwickler lernen, wie man mit Apples Technologien tolle Software schreibt. Gezeigt wurde, wie sich ein leerer Tisch verwandeln konnte in eine reichhaltig ausgestattete Spielszene, mit Gebäuden und allerlei Zipp und Zapp.


    Die iPhones und iPads bekamen aufwändige LiDAR-Sensoren spendiert, um Räume besser erfassen zu können. Dies ging Hand in Hand mit dem Betriebssystem; Im ersten Schritt konnte es Flächen wie Böden oder Tischplatten erkennen. Dann kamen Wände hinzu. Jedes Jahr lernte die Software ein paar neue Tricks.

    Das Bild unten zeigt das riesige Publikum bei der WWDC, als die neue Technik demonstriert wurde:



    Die Anwender warteten anschließend gespannt auf die neue Software-Epoche. Bis heute ist sie nicht gekommen. Es gibt ein paar Ausnahmen, beispielsweise kann man sich neue Apple-Geräte virtuell auf den eigenen Schreibtisch stellen, bevor man sie kauft; dasselbe gilt vereinzelt für Möbel in den Apps einiger weniger Versandhäuser. Es gibt auch Apps, mit denen Immobilien blitzschnell vermessen werden können, doch dies hat nur teilweise etwas mit AR/VR zu tun, sondern nutzt hauptsächlich die dafür eingebaute Hardware.

    Man fragt sich ohnehin, warum man den Tisch auf dem Bild unten überhaupt benötigt. Könnte man das Spiel nicht ebenso ohne den Tisch spielen? Der Tisch hat überhaupt keine Funktion.


    Seitdem: Stille. Auf der diesjährigen WWDC wurde das alles mit keinem Wort erwähnt.

    Ist es die Ruhe vor dem Sturm? Spart sich Apple die Killer-Anwendungen für die ominöse Brille auf? Hat man vielleicht gelernt, dass man technisch nicht so weit fortgeschritten war, wie man es anfangs selber glaubte? Ist alles viel schwieriger und komplexer, als es zunächst aussah?

    Auch Google ist leiser geworden. Ich erinnere mich an eine Demo, bei dem jemand mit einem Google-Smartphone vor der Nase durch einen Baumarkt sauste, wo ihm mit allerlei virtuellen Pfeilen der Weg zur gesuchten Schraube gewiesen wurde. Davon hat man auch nicht mehr viel gehört.


    Ich bevorzuge eine technische Sichtweise, und Technik ist manchmal komplex und braucht mehrere Anläufe. Das ist keine Schande. Man erinnere sich an den erfolglosen Newton, und wie später das iPhone zum kommerziell erfolgreichsten Produkt aller Zeiten wurde.

    Aber ich erinnere mich ebenfalls an den Jubel auf Apples Webseite über LiDAR-Sensoren im iPhone und iPad. Die Kunden haben darauf vertraut, dass sie irgendwann etwas dafür bekommen würden. Aber für die meisten Kunden ist das nicht der Fall. Wenn irgendwann tatsächlich nützliche (oder lustige) Anwendungen dafür erscheinen werden, dann könnte es heißen: »Ätsch, dafür ist Dein Gerät viel zu alt.«

    So geht es derzeit vielen iPad-Anwendern mit »Stage Manager«. Andererseits, wer sich eins der ersten iPads mit M1-Prozessor gekauft hatte, im Vertrauen darauf, dass sich das irgendwann lohnen würde, hatte recht. Bei M1 hat das geklappt, bei LiDAR leider nicht. (Das Wortspiel konnte ich nicht auslassen.)

    Mich wundert, dass selbst die Drittanbieter (also die Entwickler der Apps) noch keine clevere Killer-Anwendung auf den Markt gebracht haben. Anders gesagt: Wenn so viel Druck im Kessel ist, wie viele Experten behaupten, dann müsste man wenigstens ab und zu den Deckel klappern hören.

    Aber es klappert nichts.
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