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WWDC 2022: »Lasst das iPad in Ruhe!«

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  • WWDC-Vorschau: »Lasst das iPad in Ruhe!«

    Klicke auf die Grafik für eine vergrößerte Ansicht  Name: 2022-06-05_3256.jpg Ansichten: 70 Größe: 45,3 KB ID: 403056
    Weil es vor der WWDC dieses Jahr kaum konkrete Gerüchte gibt, wird munter gerätselt und spekuliert. Ein Hauptthema der Keynote soll angeblich das Multitasking des iPads werden, was im Web auf viel Beifall und Interesse stieß. Doch in den letzten Tagen wurden vermehrt Stimmen laut die sagten: »Finger weg vom iPad!«
    »I’m super nervous about this. iPad was made for people for whom even the Mac was overly complex and inaccessible. The iPad should become a better iPad. Never a Mac. If you want a Mac, buy a Mac. Demand a better Mac, even a touch Mac. But let iPad remain an iPad for everyone else.« (Rene Richie)
    Das ist insofern interessant, als dass die bisherige Berichterstattung davon ausging, dass sich alle Anwender mehr oder weniger einig wären, welche Funktionen unbedingt eingebaut werden müssten — nur dass Apple zu doof sei, es zu tun.

    Man könnte sogar vermuten, dass jene, die das iPad wegen seiner Einfachheit lieben, sich an den Forumsdebatten nur wenig beteiligen. Vielleicht gibt es mehr von ihnen, als man denkt.

    Beide Anwendergruppen haben ihre Berechtigung. Es scheint fair, dass man beim iPad einen Vorrang für die einfache Bedienung einräumt. Andererseits: Warum sollten Power-User nicht ebenfalls einen Anspruch haben auf ein feines Tablet? Wie immer bei Apple kommt also noch eine sehr überschaubare Produktpalette hinzu, die zwangsläufig zu Kompromissen führt.


    Meine persönliche Herangehensweise besteht unter anderem darin, zu fragen: Was will das Gerät gerne sein? Wohin strebt es? Wie wird man seiner Idee gerecht?

    Das iPad, in seiner heutigen Form, ist ein recht kleines Gerät. Die meisten Kunden werden sich wohl zwischen dem iPad mini und den »normalen« Größen entscheiden, also 10 bzw. 11 Zoll. Sogar für den Mac mit seinem präzisen Mauszeiger wäre das klein. Aber für Touch-Systeme gilt das noch mehr.

    Ist es realistisch, bei so kleinen Displays den Fokus auf Multi-Tasking zu legen? Oder wird es stets eine Zusatz-Funktion bleiben, die man an bestimmten Tagen gerne benutzt, an den meisten Tagen jedoch nicht? Die Menge der Anwender, die noch niemals zwei Apps nebeneinander auf dem iPad benutzt haben, dürfte hoch sein. Man kann darüber streiten, ob das an der (früher) schlechten Implementation liegt, oder ob sie es schlicht nicht benötigen. Aber ich vermute, dass sich die Kunden kein 11-Zoll-Gerät kaufen, in der Erwartung, dort mehrere Apps nebeneinander zu betreiben.


    Was immer Apple also vorstellen wird beim Multitasking: Ich würde darauf tippen, dass es stets nur eine Zusatzfunktion sein wird. Also rechne ich nicht mit einer grundlegenden Umgestaltung von iPadOS.

    All das ändert sich (und muss sich ändern), wenn das iPad größer werden soll. Beim Mac ist das anders. Das Fenster-System funktioniert in allen Größen, ohne dass wir groß drüber nachdenken würden. Aber unterhalb von 12 oder 11 Zoll macht’s dann keinen Sinn mehr, und genau dort fangen die populären iPads an.

    Also hat jedes Produkt sein eigenes Spielfeld? Mag sein. Aber dann wird das iPad niemals den Allrounder-Computer ersetzen, sondern bleibt stets in seiner Nische der Kleincomputer. Vielleicht war die Erzählung von Apple einfach falsch, dass das iPad die Rolle des Macs übernehmen wird, abgesehen von Spezialfällen. Die berühmte Truck-Analogie war vielleicht zu optimistisch.

    Aktuelle Sendung dazu: Vorschau auf iPadOS
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